Ex-Verkehrsminister Günther Krause wurde Opfer eines Betrügers

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Veröffentlicht: 20:29, 7. Mär. 2017 (CET)
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Kirchmöser (Deutschland), 07.03.2017 – Günther Krause (CDU) war nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 bis 1991 Bundesminister für besondere Aufgaben und von 1991 bis zu seinem Rücktritt 1993 Bundesminister für Verkehr. Er musste im Jahr 2001 einen Offenbarungseid leisten und wurde im Zusammenhang mit der Insolvenz seiner Firma Aufbau Invest wegen Insolvenzverschleppung, Untreue, Betrug und Steuerhinterziehung angeklagt.

Trotz der Schulden, die er offenbar bis heute nicht zurückzahlen konnte, versucht er immer wieder mit neuen Ideen etwas zu bewegen und wirtschaftlich auf die Füße zu kommen. Dabei setzt auf publikumswirksame Versprechen. Seit einigen Jahren ist er in dem kleinen brandenburgischen Ort Kirchmöser an der Havel aktiv. 2008 erklärte er zu einem Projekt im Bereich der Biomasse-Energie: „Was in 10 Millionen Jahren in der Erde geschah, machen wir in 10 Sekunden.“ Neuerdings präsentiert er sich als „Wissenschaftlicher Berater/Stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates“ der Firma Neutrino Deutschland GmbH und erhielt für seine Tätigkeit Aktien der Neutrino, Inc. Angeblich wollte er nun diese Aktien wieder verkaufen, um seine Schulden damit zu bezahlen. Die Aktien sind allerdings noch nicht an der Börse gelistet. Geschäftsführer der Neutrino Deutschland GmbH ist Holger Thorsten Schubart, der die Neutrino Technologie propagiert.

Mit den bisher von Wissenschaftlern gebauten Detektoren werden täglich nur wenige Neutrinos registriert. So verwendet zum Beispiel ein Versuchslabor in Italien zum Nachweis von Neutrinos 300-500 t schwere Flüssigszintillatoren. Seit 2010 wird in der Antarktis ein Hochenergie-Neutrino-Observatorium mit einem Volumen von 1 km³ betrieben. Am 3. Aug. 2017 veröffentlichte das Bundesministerium für Bildung und Forschung https://www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/news/2017/ein-wunderschoener-detektor/ das mittlerweile von der Universität Chicago ein neuer sehr kleiner Detektor entwickelt wurde, der lediglich die Größe einer Kaffeekanne aufweist. In diesem Detektor kam es zur Wechselwirkung also zum Zusammenstoß von Neutrinos mit Atomen. Der Detektor wiegt lediglich 14,5 kg. Im Oktober 2016 begann das Karlsruher Institut für Technologie mit einem 60-Millionen-Euro teuren Forschungsprojekt für Neutrinos, Im Herbst 2019 konnte die Masse eines einzelnen Neutrinos mit <1eV ermittelt werden. neues-limit-fur-neutrinomasse Auf diese wissenschaftliche Erkenntnisse beruft sich nun die Neutrino Deutschland GmbH, von der breiten Masse der Physiker werden diese neuesten Erkenntnisse offenbar weiterhin ignoriert.


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Quellen[Bearbeiten]