Dschawad al Maliki soll neuer irakischer Premierminister werden

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Artikelstatus: Fertig 18:02, 23. Apr. 2006 (CEST)
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Bagdad (Irak), 23.04.2006 – Der wiedergewählte irakische Präsident Jalal Talabani hat den schiitischen Politiker Dschawad al Maliki (56) als Nachfolger des Interimsamtsinhabers Ibrahim al-Dschafari für das Amt des Premierministers vorgeschlagen. Al Maliki ist ein führendes Mitglied der „Islamischen Al'Dawa-Partei“, die zur Vereinigten Irakischen Allianz gehört. Die schiitischen Parteien hatten bei der letzten Wahl im Januar 2006 die Mehrheit der Sitze im Parlament gewonnen. Al-Maliki gilt als enger Berater Talabanis.

Maliki war nominiert worden, nachdem der vorherige Kandidat Ibrahim al-Dschafari bei den Fraktionen der Kurden und der Sunniten auf Ablehnung gestoßen war. Al-Dschafari war für die wachsenden Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten mitverantwortlich gemacht worden.

Auf seiner Sitzung am Samstag wählte das Parlament außerdem den Sunniten Mahmoud al-Mashhadani in die Position des Parlamentssprechers.

Die neuen Personalien sollen aus der politischen Sackgasse herausführen, die nach den Parlamentswahlen entstanden war. Die Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten hatten das Land an den Rand eines Bürgerkrieges geführt. Aufgabe des neuen Premiers wird es sein, die Verhandlungen zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit voranzubringen.

In seiner ersten Ansprache drängte al Maliki darauf, die bewaffneten Milizen mit den regulären Streitkräften zusammenzuführen: „Waffen sollten in der Hand der Regierung liegen.“

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Quellen