Deutscher Kulturetat 2006 im Spiegel knapper Finanzen

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Artikelstatus: Fertig 00:35, 24. Apr. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 24.04.2006 – Eine frohe Botschaft für alle Kulturschaffenden verkündete Bernd Neumann (CDU) in seiner Eigenschaft als Beauftragter der Bundesregierung für Fragen zu Kultur und Medien vor dem Deutschen Bundestag am 29. März 2006. Demnach werde der Gesamtbetrag für das Jahr 2006 gegenüber dem Haushaltsjahr 2005 um 2,1 Prozent steigen. Es gebe keine Kürzungen, und das Bundeskulturministerium habe sich als verlässlicher Partner erwiesen.

Von welchen absoluten Zahlen sprechen wir, und welche Projekte sollen nun gefördert werden? Laut Neumann stehen dem Bund im Jahr 2005 1,038 Milliarden Euro zur Verfügung, was etwa der Ausgabenhöhe von 2001 entspricht.

Das größte Projekt ist die Sanierung der Museumsinsel in Berlin, die zum Weltkulturerbe gehört. Bereits Ende 2001 wurde innerhalb von drei Jahren die Nationalgalerie fertiggestellt. Das sanierte Bodemuseum soll im Herbst 2006 fertig sein. Zurzeit wird auch am Neuen Museum gearbeitet, und im Jahr 2011 soll das Pergamonmuseum in Angriff genommen werden. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich bis zum Jahr 2011 auf 351 Millionen Euro. Am 27. Februar wurde durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bekannt, dass die Sanierung der Berliner Museumsinsel 1,5 Milliarden Euro kosten wird. Summen von zwei Milliarden Euro, die zuvor genannt worden, werden nicht erreicht.

Elf Millionen Euro aus dem Bundesetat bekommt die Klassik Stiftung Weimar. Zusätzlich wurde das Kunstfest Weimar, das sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt, gefördert.

Grundsätzlich liegt die vorrangige Kompetenz zur Förderung von Kunst und Kultur bei den Ländern. Der Bund konzentriert sich daher auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen, den Aufbau und die Förderung gesamtstaatlich bedeutsamer kultureller Einrichtungen sowie die Bewahrung und den Schutz des kulturellen Erbes.

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Quellen