Chiquita finanzierte rechte Terroristen in Kolumbien

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Veröffentlicht: 18:11, 20. Sep. 2007 (CEST)
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Cincinnati (Vereinigte Staaten), 20.09.2007 – Der Konzern Chiquita Brands International wurde von einem US-amerikanischen Gericht wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu einer Geldbuße in Höhe 25 Millionen Dollar verurteilt. Vor Gericht gab der Konzern zu, zwischen 1997 und 2004 insgesamt 1,7 Millionen Dollar an die Vereinigten Selbstverteidigungskräfte von Kolumbien (AUC) gezahlt zu haben, besteht allerdings darauf, daß die Zahlungen bis zum 11. September 2001 aufgrund der anderen Rechtslage legal gewesen seien. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 erweiterte die US-Regierung die Liste der Organisationen, die sie als terroristisch betrachtet, und nahm unter anderem die AUC auf.

Die rechtsgerichtete AUC ist verantwortlich für tausendfachen Mord, Folter und Erpressung. Durch die Unterstützung der AUC konnte Chiquita die Kontrolle über die Anbauregionen in Kolumbien behalten. Die Regierung Kolumbiens ist der Meinung, die verhängte Strafe für Chiquita sei viel zu gering.

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Quellen