Bremer Unternehmen OHB Technology erhält Großauftrag für das europäische Navigationssystem Galileo

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Veröffentlicht: 17:16, 7. Jan. 2010 (CET)
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Animation des geplanten Satellitensystems Galileo, (startet durch Klick)

Bremen (Stadt) (Deutschland), 07.01.2010 – Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB Technology erhielt heute von der EU-Kommission den Zuschlag für den Bau von 14 Satelliten für das Europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo. Bereits Mitte Dezember hatte sich die Europäische Weltraumorganisation ESA dafür ausgesprochen, den Auftrag an OHB zu vergeben. Mit dem rund 566 Millionen Euro schweren Auftrag (nach anderen Angaben 350 Millionen Euro) konnte OHB den wesentlich größeren Mitbewerber EADS Astrium ausstechen.

Das Satellitennavigationssystem Galileo soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2013 Navigationsdaten für Empfängersysteme auf der Erdoberfläche und in der Luft liefern. Es steht damit in Konkurrenz zu dem US-System GPS, steht jedoch im Gegensatz zu diesem nicht unter der Kontrolle des Militärs.

OHB war auch in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Raumfahrtprojekten beteiligt. Vor allem bei der Entwicklung von Kleinsatelliten konnte das Unternehmen Erfahrungen sammeln, liefert aber auch Teile der europäischen Rakete Ariane. Auch an dem europäischen Forschungsmodul Columbus für die Internationale Raumstation ISS war OHB beteiligt. Bei OHB sind 1600 Mitarbeiter beschäftigt, im Jahr 2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von 260 Millionen Euro.

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Quellen