Bremen: SPD-Basis will Jens Böhrnsen als Scherf-Nachfolger

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artikelstatus: Fertig 13:04, 17. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Bremen (Deutschland), 16.10.2005 – Die SPD-Basis im Bundesland Bremen hat gesprochen. In einer Mitgliederbefragung über die Nachfolge des zurückgetretenen Bürgermeisters Henning Scherf konnte Jens Böhrnsen die Mehrheit der Mitglieder klar hinter sich bringen. Einziger Mitbewerber war der Bildungssenator Willi Lemke, der das Ergebnis der Abstimmung als persönliche Niederlage wertete.

Börnsen ist seit 1999 Fraktionschef der Sozialdemokraten in der Bremer Bürgerschaft. Er wurde mit 1.924 von 7.665 abgegebenen Stimmen (72 Prozent) der Bremer Parteiorganisation der SPD als Kandidat für die Nachfolge des zurückgetretenen Bürgermeisters Henning Scherf bestimmt. Willi Lemke erhielt mit 741 Stimmen nur 27 Prozent der Stimmen - bei einer Wahlbeteiligung von 47 Prozent der Mitglieder. In dieser Deutlichkeit ist die Abstimmungsniederlage Lemkes innerhalb der SPD eine Überraschung. Lemke selbst zeigte sich betroffen: „Ich habe die Wahlveranstaltungen so nicht interpretiert.“ Das Ergebnis sei eine „deftige Niederlage“, die er nun erst einmal verkraften müsse.

Sein Amt als Bildungssenator wolle er jedoch weiterführen, er stellte allerdings eine Bedingung: Der Etat des Bildungs- und Wissenschaftsressorts dürfe nicht weiter gekürzt werden. Das könne er politisch nicht verantworten. Der Vorsitzende des CDU-Koalitionspartners, Bernd Neumann, reagierte darauf prompt: Die Frage von Kürzungen werde unter „rationalen Kriterien“ entschieden.

Themenverwandte Artikel

Quellen