Brandkatastrophe in Paris löst heftige Debatte aus

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Feuerwehr in Paris

Paris (Frankreich), 18.04.2005 - Am Tag nach der Brandkatastrophe in einem Hotel im 9. Bezirk in Paris hatte sich die Zahl der Toten auf 20 erhöht, darunter sind zehn Kinder. 55 Personen wurden verletzt, elf davon schwer. Sieben Hotelgäste sprangen in Panik aus den Fenstern des Hotels.

Bei den Bergungsarbeiten wurden anschließend zwei weitere Leichen gefunden wurde, dadurch hatte sich die Zahl der Toten dieser Brandkatastrophe auf 22 erhöht. Dann wurden weitere Einzelheiten bekannt. Das sehr alte Gebäude ist völlig ausgebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr scheint der Brand im ersten Stock ausgebrochen zu sein, in einem Raum, in dem die Kochgelegenheiten wie Mikrowelle und Wasserkocher untergebracht waren. Die elektrischen Leitungen des Gebäudes waren veraltet, dadurch kam es oft zu Stromausfällen. Die französische Justiz glaubt daher an einen Kurzschluss: „Nichts deutet auf eine kriminelle Handlung hin“.

Offenbar war das Hotel deutlich überbelegt. Nach dem Ausbruch des Brandes ist eine Panik unter den Hotelgästen ausgebrochen. Das Hotel hatte nur einen einzigen Ausgang.

Die Staatsanwaltschaft in Paris hat angekündigt, Ermittlungen wegen Totschlags einzuleiten. Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor alles auf einen Unglücksfall hindeutet, wird eine rasche Untersuchung stattfinden. Dabei soll auch geklärt werden, warum nach einer kürzlichen Begutachtung des Hotels am 24. März durch die Behörden zwar Mängel festgestellt wurden wie lose Kabel, aber keine Schutzmaßnahmen ergriffen wurden.

In Frankreich gibt es nun eine Debatte darüber, ob die Sozialbehörden weiterhin mittellose Menschen, wie diese Asylbewerber aus Afrika in Billighotels unterbringen sollen.

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Quellen