Barbara Rütting tritt aus den Grünen aus

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Veröffentlicht: 21:22, 23. Sep. 2009 (CEST)
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München (Deutschland), 23.09.2009 – Mit einem Paukenschlag erklärte die frühere Schauspielerin und bayerische Landtagsabgeordnete Barbara Rütting heute Nacht in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ ihren Austritt aus den Grünen. Grund dieser Entscheidung ist für sie die Tatsache, dass vor einem Monat die amtierende Chefin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, in der ARD-Sendung „Politiker-Praxistest“ auf einem Bauernhof einen Fisch angelte und anschließend tot schlug. „Das ist ungeheuerlich, ich bin fassungslos“ so der Kommentar der früheren Schauspielerin, die bis Anfang 2009 noch im bayerischen Landtag gesessen hatte.

Bereits Ende der 1990er Jahre hatte Rütting die Partei vorübergehend verlassen, nachdem diese ihre Zustimmung zum Kosovo-Krieg gegeben hatte. In der Folgezeit konnte sie jedoch ausgerechnet Künast dazu bewegen, in die Partei zurückzukehren, da diese laut Rüttings Angaben etwas in Sachen Tierschutz hatte bewegen können.

Auf ihrer Homepage hatte sie bereits am 17. September verkündet, die Grünen verlassen zu haben. Diese erfuhren jedoch erst im Zuge der Ausstrahlung der Talkshow von ihrem Schritt. Rütting kündigte ebenso an, ihre frühere Partei künftig nicht mehr zu wählen. Stattdessen ruft sie nun zur Wahl der Tierschutzpartei auf: „Ich werde eine kleine Partei wählen. Ich werde die Partei Mensch Umwelt Tier (MUT) wählen, die einzige Partei, die sich um Mensch, Umwelt und Tiere kümmert und eine radikale Friedenspolitik betreibt. Das weiß noch keiner. Ich bin aufgeregt, unglücklich, und ich trage Trauer“, so die frühere Schauspielerin wörtlich.

Die Tierschutzpartei begrüßte diesen Schritt. „Eine überraschende, aber auch konsequente und mutige Entscheidung bei den Grünen auszutreten“, meint der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck. Die Kleinpartei sieht dies als eine Signalwirkung zu ihren Gunsten, denn dies werde „ein mittleres Erdbeben innerhalb der Öko-Bewegung, insbesondere in Tierschutz- und Tierrechtskreisen auslösen“

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Quellen