Börsenspekulation um den Solarkonzern Q-Cells

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Veröffentlicht: 18:05, 8. Nov. 2011 (CET)
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Bitterfeld (Deutschland), 08.11.2011 – Nach einem Bericht des Handelsblatts war die Aktie von Q-Cells das Ziel von sogenannten Leerverkäufen. Spekulanten liehen sich Aktien und verkauften diese zum aktuellen Kurs, in der Erwartung, dass der Wert fällt und sie die Aktien später günstig zurückkaufen können, um sie dann an den Vorbesitzer zurückzugeben. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg waren 45 Prozent der Q-Cells-Aktien auf diese Weise in der Spekulation. Mitte Oktober lag der Kurs noch bei knapp über 0,50 Euro und stieg im November überraschend von 0,60 Euro auf mehr als 1,30 Euro. Das könnte langfristig dazu führen, dass die Leerverkäufer mit Verlust arbeiten.

Ein Anlass für den plötzlichen Kursanstieg war offenbar die Meldung, dass das Unternehmen zwei Investoren für den größten Solarpark Europas gefunden habe, der auf dem ehemaligen Gelände eines Militärflughafens in Brandenburg entstehen solle. Das heizte die Leerverkäufe zusätzlich an.

Das Unternehmen Q-Cells war 1999 für die Solarzellenproduktion in Deutschland gegründet worden und hat sich am Rande des ehemaligen Chemiekombinats Bitterfeld seit 2001 als einer der weltweit größten Hersteller von Solarzellen etabliert. Am 4. Juni 2007 wurde die Aktie in den ÖkoDAX aufgenommen, der sich aus zehn Unternehmen der erneuerbaren Energien zusammensetzt. Q-Cells beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter und erreichte im Jahre 2010 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.


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Quellen[Bearbeiten]