Auswärtiges Amt rät von Reisen nach ganz Ägypten ab

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Veröffentlicht: 20:13, 16. Aug. 2013 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 16.08.2013 – Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Ägypten verschärft. Weiter wurden sie auf das ganze Land ausgedehnt. „Aufgrund der aktuellen Lage und der unvorhersehbaren Entwicklungen müssen wir von Ägypten-Reisen dringend abraten”, sagte Ministeriumssprecher Andreas Peschke in Berlin. Er erklärte außerdem, dass die Lage in der Hauptstadt Kairo sehr zugespitzt sei. Für den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet besteht weiter eine Teilreisewarnung. Die großen Touristengebiete am Roten Meer auf der ägyptischen Festlandseite sind hiervon bislang nicht betroffen.

Begründet wird der Hinweis damit, dass die weitere Entwicklung im Land „unkalkulierbar” sei. Den Sicherheitshinweisen zufolge bleibe zu befürchten, dass sich die Sicherheitslage in Kairo weiter verschlechtere. Außerdem sei im ganzen Land immer noch mit Demonstrationen und Einsätzen der Sicherheitskräfte zu rechnen, welche auch in Gewalt umschlagen könnten. Die ägyptische Regierung hatte am Mittwoch zwei Protestcamps der Muslimbruderschaft geräumt. Bei Zusammenstößen aufgrund dieser Räumungen wurden mindestens 525 Personen getötet und 3717 verletzt, sagte Khaled el-Khateeb, der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Auch am Freitag kam es in Kairo, Ismailia, Alexandria und Faijum zu Zusammenstößen, bei denen mehrere Dutzend Menschen getötet wurden.


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Quellen