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Attentat in Karatschi fordert 136 Menschenleben

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Veröffentlicht: 11:00, 20. Okt. 2007 (CEST)
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Karatschi (Pakistan), 20.10.2007 – Vermutlich Selbstmordattentäter hatten bei den Feierlichkeiten zur Rückkehr der ehemaligen pakistanischen Premierministerin Benazir Bhutto zwei Explosionen ausgelöst. Der Anschlag forderte 136 Tode, mindestens 387 Personen erlitten Verletzungen.

Unter den Opfern waren viele Angehörige von Bhuttos Volkspartei, ein Kameramann eines lokalen Fernsehsenders und zwanzig Sicherheitsoffiziere. Präsident Pervez Musharraf nannte den Anschlag eine „Verschwörung gegen die Demokratie“.

Nach einer ersten kleinen Explosion kam es zu einer weiteren Zündung vor dem Vehikel Bhuttos. Dabei wurden die Scheiben und Türen zerstört. Bhutto selbst blieb unverletzt und wurde eilig in Sicherheit gebracht. Polizeiwagen nahmen den Großteil der Explosion auf.

Ein Sprecher der PPP (Bhuttos Pakistanische Volkspartei, englisch: „Pakistan People's Party“) berichtete, dass überall Blut und Chaos war. Man habe nicht gewusst, was los war und was man tun sollte.

Bhutto schloss aus, dass das Attentat ihr als Person gegolten habe. Der Angriff habe vielmehr der Demokratie sowie der Einheit und Integrität Pakistans gegolten. Als die für sie gefährlichsten Gruppen benannte die Politikerin die Al Qaida, die Taliban und eine Gruppe von Selbstmordattentätern, die Bhutto jedoch nicht näher benannte. Sie verlangte eine Untersuchung, warum die Lichter ausgeschaltet waren, wodurch es schwieriger war, Personen zu kontrollieren. Einzelne Leute würden Machtmissbrauch betreiben, vermutet die 54-Jährige.

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Quellen