Arbeitslosigkeit in der Eurozone erreicht Rekordniveau

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Veröffentlicht: 00:49, 13. Apr. 2012 (CEST)
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Luxemburg (Luxemburg), 13.04.2012 – Die Zahl der Arbeitslosen hatte im Februar 2012 seinen Höchststand seit der Einführung der Gemeinschaftswährung Euro im Jahr 1999 erreicht. Das statistische Amt der Europäischen Union Eurostat schätzt, dass im Februar 2012 in den 27 Ländern der Europäischen Union insgesamt 17,134 Millionen Menschen ohne Arbeit waren. Das entspricht einem saisonbereinigten Anteil von 10,8 Prozent der Gesamtbevölkerung im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. Am stärksten betroffen sind mit 21,6 Prozent junge Erwachsene unter 25 Jahren. Die höchste Arbeitslosenquote hatte Spanien mit 23,6 Prozent, die niedrigste Quote verzeichnete Österreich mit einem Erwerbslosenanteil von 4,2 Prozent.

Bei den unter 25-Jährigen lag die Zahl im Euroraum (EU27) bei 24,5 Millionen Arbeitslosen. In Spanien ist jeder zweite im Alter von 15 bis 24 Jahren arbeitslos, Portugal sowie die Slowakei haben 35 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, gefolgt von Belgien und Italien mit 32 Prozent. Deutschland und Österreich weisen mit 8,2 und 8,3 Prozent die geringste Jugendarbeitslosigkeit in der Eurozone auf. Unter Jugendarbeitslosigkeit wird bei Eurostat die Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren erfasst.

Für die Europäische Union ist Besserung vorerst nicht in Sicht. Auch die EU-Kommission rechnet nicht mit einer absehbaren Erholung: Aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums werde die Arbeitslosigkeit im laufenden und im kommenden Jahr nicht fallen, heißt es im letzten Beschäftigungs-Jahresbericht der Brüsseler Behörde.

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Quellen[Bearbeiten]