40 Jahre „Star Trek“

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Artikelstatus: Fertig 19:11, 10. Sep. 2006 (CEST)
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Leonard Nimoy („Spock“) 1978

Los Angeles (Vereinigte Staaten), 10.09.2006 – Vorgestern vor 40 Jahren, am 8. September 1966, war es soweit: Der US-amerikanische Sender NBC sendete die erste Episode von „Star Trek“. In Deutschland wurde die Serie ab 1972 vom ZDF unter dem Namen „Raumschiff Enterprise“ ausgestrahlt.

1964 hatte Gene Roddenberry, dessen Serie „The Lieutenant“ abgesetzt worden war, die Idee zu Star Trek. Im September gab die NBC einen Pilotfilm in Auftrag, der aber als zu intellektuell abgelehnt wurde. Erst nach einem zweiten Anlauf, bei dem von den ursprünglichen Schauspielern und Rollen nur Leonard Nimoy alias Spock übrig blieb, wurde die Serie akzeptiert.

Mehrmals hätten schlechte Einschaltquoten fast dazu geführt, dass die Serie eingestellt worden wäre. Nur durch gezielte Briefkampagnen konnte NBC daran gehindert werden, doch am 3. Juni 1968 lief die 79. und letzte Folge mit Captain Kirk und seiner Mannschaft.

Doch damit war es nicht vorbei. 1973 wurde eine Zeichentrickserie produziert, für die viele der Originalschauspieler ihre Stimmen zur Verfügung stellten und die den Emmy für die beste Kinderserie gewann. 1979 schließlich folgte der erste Kinofilm mit der ursprünglichen Besatzung.

Nach dem Erfolg der Kinofilme startete 1989 die Serie „Star Trek: The Next Generation“, die nach Kirks Zeiten angesiedelt war und eine komplett neue Mannschaft einführte. Sie lief bis 1995. Die neue Mannschaft übernahm auch ab dem siebten Kinofilm das Kommando. Weitere Spin-Offs, die zeitlich parallel spielten, waren „Star Trek: Deep Space Nine“ (1992–1999) und „Star Trek: Voyager“ (1995–2002). Von 2003 bis 2005 schließlich lief die bislang letzte Serie „Enterprise“ – zunächst ohne den Zusatz „Star Trek“ –, die noch vor Kirks Zeiten spielte.

Insgesamt entstanden in den letzten 40 Jahren sechs Fernsehserien mit 726 Episoden sowie zehn Kinofilme, die in über 100 Ländern und in über 50 Sprachen gezeigt wurden.

Gene Roddenberry erlebte die letzten 15 Jahre des Erfolgs seiner Idee nicht mehr: Er starb 1991, im 25. Jubiläumsjahr. Die meisten Schauspieler der ersten Serie leben noch. DeForest Kelley alias Doktor McCoy oder „Bones“ (in der Übersetzung „Pille“) allerdings starb 1999, James Doohan alias Mr. Scott oder „Scotty“ 2005.

Star Trek hat in gewisser Weise Geschichte geschrieben. Die Auswahl der Mannschaft war ungewöhnlich: der außerirdische Vulkanier Spock, der Japaner Sulu (George Takei), der Russe Chekov (Walter Koenig) und die farbige Offizierin Uhura (Nichelle Nichols) dienten auf der Brücke. Als Nichelle Nichols überlegte, die Serie zu verlassen, beschwor sie Martin Luther King weiterzumachen. Eine Episode von 1968, die Kirk und Uhura beim ersten Fernsehkuss zwischen einem Weißen und einer Farbigen in den Vereinigten Staaten zeigte, wurde in einigen südlichen Bundesstaaten lange nicht ausgestrahlt. Auch die Benennung des Space-Shuttle-Prototypen „Enterprise“ wird der Serie zugeschrieben.

Ein anderer Teil von Star Trek sind seine Fans. Die ersten Fantreffen gab es in den USA in den 1970er Jahren, nachdem die Serie von verschiedenen Sendern wiederholt worden war. Die erste größere „Convention“ mit 3.000 Besuchern fand 1972 in New York statt. Auch Prominente zählen zu den Fans, etwa der Astrophysiker Stephen Hawking, der sich sogar in einer Episode von „The Next Generation“ selbst spielte, oder Regisseur Quentin Tarantino.

Um die Fans hat sich ein umfangreicher Markt für Fanartikel entwickelt: Romane, Uniformen, Kartenspiele, Spielfiguren, Wecker, Bettwäsche oder Wörterbücher für Klingonisch – die erfundene Sprache der Klingonen –, um nur einige Beispiele zu nennen.

Zumindest in Deutschland ist das Interesse an Star Trek aber seit den 1990er Jahren zurückgegangen. Dazu sagte Dirk Bartholomä, Veranstalter der FedCon – der nach eigenen Angaben größten Convention in Europa –, dem Onlineportal „tagesschau.de“: „Man merkt ganz klar im Geldbeutel, dass es weniger wird. Aber ich kann immer noch gut davon leben.“

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Quellen