183 Gewahrsamnahmen von „Braunschweiger Chaoten“ nach Derby mit Hannover 96

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Veröffentlicht: 11:33, 16. Apr. 2017 (CEST)
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Fans von Eintracht Braunschweig (Archivbild)

Hannover / Braunschweig (Deutschland), 15.04.2017 – Bei dem Rückspiel beider Erzrivalen Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 am Samstagmittag im Hannoveraner Stadion gewannen die Elf von Hannovers Trainer André Breitenreiter durch einen Treffer von Niclas Füllkrug in der 32. Minute. Das Derby, bei dem es um den Aufstieg in die Bundesliga geht, verlief friedlich. Vor Anpfiff des Spiels um 13:00 Uhr, in der mit 43.000 Zuschauern ausverkauften HDI-Arena, wurden 183 gewaltbereite Braunschweiger auf den Stadiongelände in Gewahrsam genommen. Sie hatte eine Absperrung durchbrochen und liefen eine Böschung hinauf Richtung Stadion. Einige zündeten Böller und Rauchbomben. Bei den Festgesetzten wurden in großer Anzahl Pyrotechnik, Vermummungsmaterial und Werkzeug sichergestellt. Während der zweiten Halbzeit wurde in der Nordkurve des Stadions Pyrotechnik abgebrannt. Verletze gab es dabei nicht. Schon am morgen des Tages wurden bei einer polizeilichen Kontrolle im Stadtteil Vahrenwald drei Männer in Gewahrsam genommen, auch diese hatten Vermummungsmaterial dabei.

Im Voraus wurden 98 Hannoveranern und 41 Braunschweigern verboten, in die Innenstadt zu gehen. Darüber wurden sie schriftlich benachrichtigt. Ein Fanzug mit 800 Hannover 96 Fans aus den Stadtteil Linden wurde mit Wasserwerfern der Polizei begleitet. Ebenfalls ein Fanzug von Eintracht Braunschweig aus Linden und Fischerhof wurde von einer Reiterstaffel der Polizei empfangen. Auf den Rückweg begleiteten Polizisten die Eintracht Braunschweig Fans zum Hauptbahnhof. Im Stadion waren ganze Blöcke als Pufferzonen eingerichtet worden, um Fans nicht aufeinander treffen zu lassen. Ebenfalls herrschte ein Alkoholverbot vor und während des Spiels im Stadion. Große Rucksäcke und Taschen waren ebenfalls nicht im Stadion erlaubt, um nach drei Explosionen auf den Mannschaftsbus vom BVB Vorfälle wie diese zu verhindern. Sprengstoffhunde wurden zur Auffindung von Pyrotechnik eingesetzt.

Die Begegnung war als Hochrisikospiel eingestuft worden. Mehr als 2.000 Polizeibeamte waren eingesetzt worden, darunter auch Unterstützungskräfte aus Schleswig-Holstein, Bremen, dem Saarland und einiger Bundespolizisten. Acht Polizisten wurden leicht verletzt, einer ist zur Zeit nicht dienstfähig. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) bedankte sich für die gute Polizeiarbeit.


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Quellen[Bearbeiten]