Zwei Soldaten in Thailands Süden von Dorfbewohnern getötet

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Artikelstatus: Fertig 16:57, 22. Sep. 2005 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 22.09.2005 – Nach einer Schießerei in Thailands aufrührerischem Süden wurden zwei Angehörige des thailändischen Militärs, das diese Region wegen separatistischer Bestrebungen und islamistischem Terror unter Kontrolle bringen soll, von Dorfbewohnern zunächst gekidnappt und später ermordet.

Seit Monaten herrscht in den thailändischen Südprovinzen der Ausnahmezustand. Die Regierung hat Notstandsverordnungen erlassen, um die Kontrolle zurückzugewinnen. In der Region leben überwiegend Moslems, während der Hauptteil des Landes mehrheitlich buddhistisch geprägt ist. Organisationen separatistischer und teilweise islamistischer Kräfte verüben Übergriffe auf staatliche Einrichtungen, sogar Ermordungen von Lehrkräften sind an der Tagesordnung, was zu massiver Abwanderung von Lehrern führte.

Am Dienstag Abend war es nach einer Schießerei, an der auch Militärangehörige beteiligt gewesen sein sollen, zur Entführung zweier Soldaten gekommen, die in einem privaten PKW unterwegs waren, als ihr Fahrzeug wegen eines technischen Defekts liegen geblieben war. Eine Menschenmenge zwang die beiden Soldaten, das Fahrzeug zu verlassen. Sie wurden beschuldigt, für die Schießerei verantwortlich zu sein. Am Mittwoch wurde die Zufahrtsstraße zu dem Ort, an dem die beiden Soldaten gefangen gehalten wurden, mit Baumstämmen und Menschen als lebendem Schutzwall versperrt, um der Armee den Zugriff zu erschweren. Verhandlungen mit den Kidnappern blieben erfolglos. Nach dem Aufkommen eines Gerüchtes, es stehe eine gewaltsame Befreiungsaktion bevor, wurden die beiden Gefangenen verprügelt und schließlich erstochen.

Die Regierung hat die Tötung der Soldaten scharf verurteilt und bereits Gegenaktionen angekündigt. Ministerpräsident Thaksin Shinawatra sagte gegenüber der Presse, für Gerechtigkeit werde gesorgt werden: „Diese Leute wollen Gewalt und keinen Frieden.“ Allgemein wird befürchtet, dass die angekündigten Aktionen der Sicherheitskräfte zur weiteren Verschärfung des Konflikts führen könnten.

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Quellen