Zwei Blauhelmsoldaten bei Unruhen in Haiti erschossen

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Karte von Haiti

Port-au-Prince (Haiti), 21.03.2005 - Bei Unruhen in Haiti kamen am Sonntag zwei UN-Blauhelmsoldaten ums Leben.

In Petit-Goave stürmten Soldaten der UN-Mission in Haiti, die seit Juni 2004 im Karibikstaat für Stabilität sorgen sollen, zusammen mit haitianischen Polizisten eine von Rebellen besetzte Polizeistation. Dabei wurde ein Soldat aus Sri Lanka erschossen. Zwei Soldaten des aufgelösten haitianischen Militärs kamen beim Gefecht ums Leben. Nach der Erstürmung der Polizeistation wurden rund 35 ehemalige Soldaten festgenommen. Bei einem anderen Zwischenfall starb ein nepalesischer Blauhelmsoldat.

Im Februar 2004 wurde Präsident Jean-Bertrand Aristide aus dem Amt geputscht. Seitdem herrschen in Haiti bürgerkriegsähnliche Zustände. Derzeit regiert eine Übergangsregierung, die freie Wahlen vorbereiten soll. Aristide-Anhänger, zumeist ehemalige Mitglieder der Armee, kontollieren Teile des Landes.

Etwa 6.000 Soldaten der UN-Mission für die Stabilisierung Haitis (MINUSTAH), die von Brasilien geführt wird, sind in Haiti stationiert.

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Quellen