Welt-Anti-Korruptionstag 2011: Wachsende Sensibilität gegenüber Korruption

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Veröffentlicht: 20:57, 10. Dez. 2010 (CET)
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New York (Vereinigte Staaten) / Berlin (Deutschland), 10.12.2010 – Anlässlich des Welt-Anti-Korruptions-Tages der Vereinten Nationen am 9. Dezember appellierte der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon an die Weltgemeinschaft, an alle Menschen, die in der Wirtschaft, Politik und Verwaltung Verantwortung tragen der Bekämpfung der Korruption weiterhin ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International veröffentlichte gestern ihr jährliches Korruptionsbarometer. Demnach ist eine Mehrheit der Befragten weltweit und auch in Deutschland der Meinung, dass die Korruption in den letzten drei Jahren zugenommen hat.

Jeder Vierte sagte aus, in den letzten zwölf Monaten selbst Bestechungsgelder gezahlt zu haben. In Deutschland hatten nur zwei Prozent angegeben, im letzten Jahr aktiv Bestechung geleistet zu haben. In Europa sind 73 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Korruption zugenommen habe. Die größten Fortschritte in der Korruptionsbekämpfung wurden in Georgien erzielt. Nur drei Prozent der Befragten gaben an, im letzten Jahr aktiv Bestechung geleistet zu haben. Damit ist Georgien als einziges Land der ehemaligen Sowjetunion mit anderen relativ korruptionsfreien Ländern wie Dänemark, Deutschland, Hongkong, Kanada, der Schweiz und den Vereinigten Staaten vergleichbar.

91.000 Personen in 86 Ländern wurden im Auftrag von Transparency International durch Gallup International befragt.

Der UNO-Generalsekretär sagte in seiner Botschaft, die Abschreckung gegenüber Korruption sei durch die Anti-Korruptions-Aktivitäten der UNO gewachsen.

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Quellen