Wachtberg: Ermittlungen gegen mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher

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Veröffentlicht: 19:56, 27. Jan. 2010 (CET)
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Wachtberg (Deutschland), 27.01.2010 – Am 21. Januar 2010 hat die Polizei die Wohnung eines heute 88-jährigen Mannes in Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis durchsucht. Ihm wird vorgeworfen, von Anfang 1942 bis Mitte 1943 im Vernichtungslager Bełżec (Polen) an der Tötung von mehr als 400.000 Juden mitgewirkt zu haben. Dabei soll er auch zehn Menschen selbst erschossen haben.

Der Staatsanwaltschaft gelang es nicht, belastendes Material gegen den durch Ermittlungen im Demjanjuk-Prozess ins Fadenkreuz geratenen Mann sicherzustellen. Auch Zeugen konnten nicht ausfindig gemacht werden.

Da keine Fluchtgefahr bestehe, wurde auf einen Haftbefehl verzichtet. Die „Zentralstelle für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen“ in Dortmund und die Ludwigsburger „Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen“ ermitteln.

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Quellen