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Vietnam ist 150. Mitglied der Welthandelsorganisation

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Artikelstatus: Fertig 19:24, 11. Jan. 2007 (CET)
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Vietnam

Genf (Schweiz), 11.01.2007 – Vietnam ist der 150. Mitgliedsstaat der Welthandelsorganisation (WTO). Mit der Eröffnung einer vietnamesischen Vertretung am WTO-Sitz in Genf wurde dies heute offiziell besiegelt.

Bereits vor zwölf Jahren hatte das kommunistisch regierte Vietnam den Beitritt beantragt, die formelle Zustimmung der WTO-Länder erfolgte schließlich im vergangenen November. Nachdem nun die 30-Tage-Frist nach der ebenfalls erforderlichen Zustimmung der vietnamesischen Nationalversammlung verstrichen ist, wird die Mitgliedschaft mit dem heutigen Tage wirksam.

Nach China hat Vietnam heute mit acht Prozent pro Jahr das höchste Wirtschaftswachstum unter den Ländern Ostasiens. Schon bald nach dem Ende des Vietnamkriegs begann die kommunistische Regierung damit, verschuldete Staatsbetriebe zu schließen oder zu privatisieren und leitete damit das Ende der strikten Planwirtschaft ein. Zwischen 1986 und 1997 gelang es, erste Fortschritte in der wirtschaftlichen Entwicklung zu machen und die Armut in dem südostasiatischen Land zu verringern.

Wie vor wenigen Tagen aus Hanoi verlautbarte, sollen weitere staatliche Betriebe, darunter auch „Vietnam Airlines“, die nationale Fluglinie des Landes, in den nächsten drei Jahren ganz oder teilweise privatisiert werden.

Als Mitglied der Welthandelsorganisation wird es für Vietnam leichter, seine Produkte auf dem Weltmarkt abzusetzen. Andererseits müssen aber auch zahlreiche Handelsbeschränkungen und Subventionen abgebaut werden, die die einheimische Wirtschaft bisher geschützt haben. Hauptexportartikel Vietnams sind Öl, Textilien, Schuhe, Reis, Fisch und Kaffee; eingeführt werden unter anderem Maschinen und Zubehör, Düngemittel, Erdölprodukte, Baumwolle, Getreide, Zement und Motorräder.

Quellen