UNO: Regierung Myanmars muss mehr zur Bekämpfung von Armut und Hunger tun

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Rangun (Myanmar) / Bangkok (Thailand), 05.08.2005 – James Morris, Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) der UNO, hat an die Regierung Myanmars (vorher: Burma) appelliert, mehr zu tun um den Kampf gegen die Armut und den Hunger der Bevölkerung zu führen.

Morris sprach auf einer Pressekonferenz in Bangkok (Thailand) nach einem viertägigen Besuch in Myanmar, bei dem er mit dem Regierungschef von Myanmar, Soe Win und Vertretern von oppositionellen Kräften und ethnischen Minderheiten zusammengetroffen war. Die Probleme seien von sehr ernster Natur.

Jedes dritte Kind in Myanmar sei unterernährt oder unterentwickelt. Die WFP müsse sich außerdem um 760.000 Flüchtlinge aus Bangladesh kümmern, frühere Opiumanbauer und ihre Familien. Hinzu kämen noch viele Menschen, die unter AIDS/HIV litten.

Das Welternährungsprogramm organisiert auch täglich das Essen für 220.000 Schulkinder im Grundschulalter. Seit dem Dezember des letzten Jahres habe die Organisation zusätzlich 15.000 vom Tsunami betroffenen Menschen helfen müssen.

Angesichts der Situation appellierte Morris an die Regierung Myanmars ihre Verantwortung wahrzunehmen und die sozialökonomische Lage ihrer Bevölkerung zu verbessern. Ein Problem stellten auch die Behinderungen der Arbeit der internationalen Hilfsorganisationen wie dem WFP dar. Bürokratische Hemmnisse müssten abgebaut werden. Die Notwendigkeit hungernden Menschen helfen zu können und der Zugang der Menschen zu solchen Hilfen sei eine grundlegende humanitäre Anforderung, die erfüllt werden müsse.

Die internationale Gemeinschaft forderte Morris auf, die finanziellen Voraussetzungen für die Fortsetzung des Programms zu schaffen.

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Quellen