Togliatti (Russland): Bombenanschlag auf Bus

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Veröffentlicht: 16:59, 31. Okt. 2007 (CET)
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Togliatti (Russland), 31.10.2007 – Acht Tote und sechsundfünfzig Verletzte forderte heute Morgen laut Behördenangaben gegen 08:15 Uhr (Ortszeit) ein Sprengstoffanschlag auf einen Bus in Russland. Unter den Toten soll sich auch ein Kleinkind befinden. Über ein Drittel der Verletzten sollen Studenten und Lehrkräfte einer nahegelegenen Hochschuleinrichtung sein. Die Explosion war so heftig, dass auch einige Passanten und Anwohner um den Ort der Detonation verletzt wurden. Nach Angaben einer russischen Quelle soll der Sprengsatz mit kleinen Metallteilen ausgestattet gewesen sein, um die verheerende Wirkung der Explosion noch zu erhöhen.

Zur Explosion der Bombe kam es, als der Bus im Stadtzentrum an einer Ampel an der Kreuzung Karl-Marx-Straße/Gagarin-Straße hielt. Dort seien auch viele Passanten verletzt worden. Nach Angaben der russischen Presseagentur Novosti handelte es sich um einen selbstgebastelten Sprengkörper mit einer Sprengkraft von einem Kilogramm TNT, der im Innenraum des Busses in einer Höhe von 1,5 Metern gezündet wurde. Nach der Einschätzung eines Experten, der vom staatlichen TV-Kanal Rossija befragt wurde, würde dies für einen Selbstmordattentäter sprechen.

Die Behörden gehen von einem terroristischen Hintergrund aus, ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde bereits eingeleitet. Experten des russischen Innenministeriums sollen sich auf dem Weg nach Togliatti befinden.

Journalisten beschweren sich unterdessen über massive Behinderungen der Berichterstattung, nur die Reporter des staatlichen Fernsehkanals Rossija und des landesweit ausstrahlenden 1. Kanals seien zugelassen. Medienvertreter anderer Herkunft seien abgedrängt und sogar teilweise festgenommen worden, hieß es bei Russland Aktuell

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Quellen