Tausende Fälle sexuellen Missbrauchs in England aus politischer Rücksicht vertuscht?

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Veröffentlicht: 17:17, 12. Dez. 2015 (CET)
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Slavoj Žižek kritisiert auch den Umgang mit den Tätern

Rotherham (England), 12.12.2015 – Am 7. Dezember begann ein Gerichtsprozess in der nordenglischen Grafschaft South Yorkshire. Angeklagt sind sechs Männer und zwei Frauen, die alle aus Pakistan stammen. Es geht um sexuellen Missbrauch und Zwangprostitution in den Jahren 1997 bis 2013, von dem rund 1400 Mädchen und junge Frauen betroffen sein sollen. Die Angeklagten sollen unter anderem bereits Kinder ab 11 Jahren mit alkoholischen Getränken und Drogen beeinflusst haben.

Es ist nicht der erste Prozess in diesem Fall. 2012 hatte sich auch der Innenausschuss des britischen Parlaments damit befasst. Die Angelegenheit war als Missbrauchsskandal in der Öffentlichkeit bekannt geworden, weil Behördenmitarbeiter, Polizei und Kommunalpolitiker die Taten verschleiert hatten und untätig geblieben waren. Es wurden rassistische Reaktionen befürchtet. Bereits 2010 und 2012 waren in diesem Zusammenhang mehrere Männer pakistanischer Herkunft wegen sexuellem Missbrauchs von Kindern verurteilt worden.

Der in London lehrende Philosoph Slavoj Žižek hatte seinerseits die Täter als rassistisch bezeichnet, da sie sich gezielt Mädchen europäischer Herkunft als Opfer gesucht hätten. Er fasst die Situation wie folgt zusammen: „Eine Gruppe Jugendlicher, die sich selbst als marginalisiert empfindet, rächt sich an den Mädchen aus der Unterschicht der tonangebenden Gruppe.“


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