Spanische Gurken sind nicht die Ursache der EHEC-Erkrankungen in Deutschland

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Veröffentlicht: 18:23, 31. Mai 2011 (CEST)
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Komkommer Cucumis sativus 'Melita'.jpg

Hamburg (Deutschland), 31.05.2011 – Die Quelle der EHEC-Erkrankungen liegt weiter im Dunkeln. Der Stamm der Bakterien bei den Patienten stimmt laut Forschern nicht mit dem auf den spanischen Gurken überein. Die Behörden warnen trotzdem weiter vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat.

Vier Salatgurken waren in Hamburg entdeckt worden, auf denen sich die Erreger befanden. Drei der Gurken waren aus Spanien, eine vermutlich aus den Niederlanden. Die Erreger auf zwei der spanischen Gurken stehen fest; für die beiden anderen liegen noch keine Ergebnisse vor.

Topographische Bilder von Kolonien mit E. coli

Seit Dienstag ist das erste Todesopfer der Krankheit außerhalb Deutschlands zu beklagen. Es handelt sich um eine 50-jährige Frau aus Schweden. Auch sie dürfte sich in Deutschland infiziert haben. In Deutschland sind es jetzt 15 Tote, 13 davon Frauen. 1.400 EHEC-Infektionen oder -Verdachtsfälle gibt es bundesweit. Der Schwerpunkt der Infektionen liegt weiter in Norddeutschland.

Hoffnung wird auf den in Münster entwickelten Schnelltest gesetzt, der kleinste Mengen der Bakterien beim Menschen und auf Gemüse nachweisen soll.

EHEC stellt eine Sonderform von Kolibakterien dar. Diese Form setzt im Darm Giftstoffe frei, die zu einer Durchfallerkrankung führen können. EHEC kommt normalerweise im Darm von Rindern, Schafen, Ziegen, Rehen, Hirschen und anderen Wiederkäuern vor. Bei Haustieren und Schweinen wurde der Keim ebenfalls nachgewiesen. Die Übertragung erfolgt bei mangelnder Hygiene über Lebensmittel, die von den Tieren stammen oder mit dem Kot der Tiere in Berührung gekommen sind. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich.

Bei schweren Verläufen der Krankheit kommt es zum Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS). Hier werden Blutzellen zerstört und die Nierenfunktion geschädigt. Dies tritt normalerweise meist bei Säuglingen und Kleinkindern auf. Bei den aktuellen Fällen sind ungewöhnlicherweise Erwachsene betroffen.

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Quellen