Siemens steigt aus Atomgeschäft aus

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Veröffentlicht: 18:46, 20. Sep. 2011 (CEST)
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München (Deutschland), 20.09.2011 – Medienangaben zu folge will der deutsche Elektrokonzern Siemens keine Atomkraftwerke mehr bauen. Im Bereich der Großkraftwerke will das Unternehmen aber weiterhin uneingeschränkt Turbinen, Dampferzeuger und andere wichtige Teile anbieten, die auch in konventionellen Kraftwerken verwendbar sind. Firmenchef Peter Löscher hält den erwarteten Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien für realistisch. Der Kommentator der linken Tageszeitung die taz deutet diese Entscheidung als späten Gesinnungswandel.

Im Mai dieses Jahres hatte Siemens eine Niederlage im Schiedsgerichtsverfahren um einen Vertrag mit dem ehemaligen französischen Atompartner Areva erlitten, weil sich das deutsche Unternehmen in den Verhandlungen mit dem russischen Staatskonzern Rosatom nicht an früher getroffene Vereinbarungen gehalten habe. Wegen einer Konkurrenzausschlussklausel darf Siemens dem französischen Konzern Areva bis 2013 keine Konkurrenz machen. Nach Ansicht der Franzosen sei es dem Münchner Unternehmen sogar verboten, von 2012 an acht Jahre lang als Wettbewerber aufzutreten.

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