Schwere Unwetter in Europa, mehrere Tote in Italien

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Veröffentlicht: 23:32, 29. Jul. 2019 (CEST)
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Rom / Bozen (Italien) / Kufstein (Österreich), 29.07.2019 – Über Italien sind in der Nacht zum Sonntag, den 28. Juli, schwere Unwetter hinweggezogen. In Fiumicino bei Rom wurde ein Auto vom Wind erfasst und weggeschleudert. Die 27-jährige Fahrerin kam ums Leben. Esterino Montino, der Bürgermeister von Fiumicino, schrieb auf Facebook, dass ein „gewaltiger Tornado“ große Schäden verursacht habe, es sehe aus „wie auf einem Kriegsschauplatz“. Der internationale Flughafen wurde für mehrere Stunden geschlossen. In Rom wurden durch Starkregen die U-Bahnstationen Repubblica und Cipro überflutet.

Besonders schwer hat das Unwetter die Provinz Arezzo in der Toskana getroffen. Dort wurde ein 72-jähriger Mann mit seinem Auto von Wassermassen mitgerissen. Später fand man seine Leiche in einem Kanal in der Nähe seines Autos.

Bei Bozen in den Südtiroler Alpen wurde eine Norwegerin vom Blitz getroffen. Die 45-jährige Teilnehmerin am Südtirol Ultra Skyrace über eine Distanz von 121 Kilometern und 7554 Höhenmeter erlag ihren Verletzungen.

Doch auch anderswo in Europa verursachte das Ende der Hitzewelle zu schweren Unwettern. In der südlichen Steiermark in Österreich wurden durch Hagel und Starkregen Keller und Straßen überflutet. Verbreitet kam es zu Murenabgängen. Mehr als 1000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Nach Angaben der Österreichischen Hagelversicherung wurden in der Steiermark, in Kärnten und im Burgenland durch tennisballgroße Hagelkörner nach ersten Feststellungen rund 12.000 Hektar Anbaufläche verwüstet; der Schaden wurde vorläufig mit drei Millionen Euro beziffert.

Die Sturzflut eines Baches riss in Rauris im Land Salzburg eine Brücke mit, wodurch ein Haus beschädigt wurde. Im Tiroler Unterland gingen am Samstagnachmittag, 27. Juli, zwischen 16.30 und 18.30 Uhr mehrere Gewitter mit teils großen Hagelkörnern nieder. In Ebbs im Bezirk Kufstein wurde die B175 durch umgestürzte Nadelbäume für fast zwei Stunden blockiert. 50 Feuerwehrleute räumten die Straße frei. Im Bezirk Kitzbühel trat der Brügglbach in Kirchberg über die Ufer. Hier waren 40 Feuerwehrleute im Einsatz, um die L203 passierbar zu machen, die von Geröll blockiert wurde.

Auch in Vorarlberg richtete das Unwetter Schäden an. In Sonntag-Buchboden im Großen Walsertal verschüttete eine Mure am Matonabach vier Autos bis zum Dach.

In Schwerin stürzte bei einer Open-Air-Veranstaltung ein 18 Meter langer Ast auf einen Getränkestand. 29 Besucher wurden verletzt.


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Quellen[Bearbeiten]