Schweigeminute in französischen Krankenhäusern nach zweifachem Mord an Nachtwachen

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Pau / Paris (Frankreich), 21.12.2004 – In allen öffentlichen und privaten Krankenhäusern Frankreichs wurde gestern um 12:00 Uhr eine Schweigeminute zum Gedenken an die beiden Pflegekräfte abgehalten. Sie wurden am vergangenen Samstagmorgen in einem Krankenhaus der südfranzösischen Stadt Pau in der Provinz Aquitanien ermordet. Die Krankenschwester Chantal Klimaszewski, 48 Jahre, und die Pflegehelferin Lucette Gariod, 40 Jahre, hatten Nachtdienst in einer gerontopsychiatrischen Abteilung des Centre „Hospitalier des Pyrénées“. Ihre Leichen waren „zu einer makabren Szenerie angeordnet“ aufgefunden worden, eine geköpft, der Kopf war auf ein Fernsehgerät gestellt worden, die andere mit aufgeschnittener Kehle. Ohne sich an den Opfern sexuell zu vergehen, waren der oder die Täter mit großer Brutalität vorgegangen. Sie haben den Tatort durch ein Fenster verlassen, die Tatwaffe, ein Messer mit langer Klinge, oder Hinweise auf den oder die Täter, sind bisher nicht gefunden worden.

Der Mordfall führte dazu, dass die mangelnde personelle und finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser wieder vermehrt Aufmerksamkeit in der französischen Öffentlichkeit findet. Nach einer Krisensitzung im Gesundheitsministerium in Paris am gestrigen Sonntag gab der Gesundheitsminister bekannt, dass Sparmaßnahmen, die für psychiatrische Krankenhäuser in nächster Zeit vorgesehen sind, vorläufig nicht umgesetzt werden sollen.

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Quellen