Schuljahresbeginn in Niedersachsen: Neueinstellungen gleichen Pensionierungen aus

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artikelstatus: Fertig 23:57, 2. Sep. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hannover (Deutschland), 02.09.2006 – Neueinstellungen und Pensionierung von Lehrkräften in Niedersachsen halten sich die Waage. Dies erklärte der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann (CDU) zum Beginn des neuen Schuljahres.

1.440 Lehrkräfte seien neu eingestellt worden, erklärte der Minister. Genauso viele seien aus dem Schuldienst ausgeschieden. Mangelfächer seien insbesondere Latein, Physik und Spanisch; hier konnten nicht alle erforderlichen Stellen besetzt werden. Insgesamt liege die Unterrichtsversorgung mit dem Beginn des neuen Schuljahres jedoch nahe 100 Prozent. Demgegenüber erklärte der niedersächsische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), diese rechnerisch hundertprozentige Unterrichtsversorgung sei eine „Mogelpackung“. Die Lehrkräfte seien durch hohe Klassenfrequenzen überlastet, zusätzlich würden den Lehrern immer neue Aufgaben zugewiesen.

Die Prognosen für die Anwahl der weiterführenden Schulen in Niedersachsen durch die Eltern bieten nach den Worten Busemanns folgendes Bild: Knapp 40 Prozent der Elternschaft entschieden sich beim Start in die Sekundarstufe I für das Gymnasium, fast genauso viele (rund 38 Prozent) der Fünftklässler werden in den Realschulen angemeldet, und knapp 17 Prozent der Grundschulabgänger würden im neuen Schuljahr eine Hauptschule besuchen. Während Busemann aus den vorliegenden Zahlen schlussfolgerte, die Hauptschule erwiese sich als Schulzweig und Schulform mit einem durchschnittlichen Schüleranteil von 22,3 Prozent als stabil, sieht die GEW einen Trend zur Abwahl der Hauptschule. Die wachsende Nachfrage nach Plätzen an Gesamtschulen könne aufgrund des vom Kultusministerium verhängten Neugründungsverbots für Gesamtschulen nicht befriedigt werden. Trotz der vielfältigen Behinderungen für die Arbeit der Gesamtschulen konstatiert die GEW eine wachsende Zustimmung für diese Schulform. In den Orten, wo Gesamtschulen zum Bildungsangebot gehörten, würden bis zu einem Drittel der Eltern von Grundschülern ihre Kinder an dieser Schulform anmelden.

Quellen