Schröder fordert Unternehmen zu Investitionen auf

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Berlin (Deutschland), 27.03.2005 - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat an die Unternehmen appelliert, ihren Anteil am Wirtschaftsaufschwung zu leisten und in Deutschland zu investieren.

Die Koalition habe mit den Reformen der Agenda 2010 einen Rahmen geschaffen, der für die Betriebe "allerbeste Voraussetzungen" biete, sagte Schröder der "Bild am Sonntag". Er verwies zudem auf seine Regierungserklärung in der vorletzten Woche, in der er weitere Maßnahmen zur Ankurbelung von Wachstum und Beschäftigung angekündigt habe. Die Unternehmen sollten deshalb nicht länger von der Verlagerung der Betriebsstätten und Arbeitsplätze sprechen, sondern hier zu Lande investieren. Schröder verwies darauf, dass die Steuern für Bürger und Firmen gesenkt sowie die Lohnzusatzkosten verringert worden seien: "Wir sind erneut Exportweltmeister und haben als einziges Land Anteile auf den umkämpften Weltmärkten hinzugewonnen. Das haben wir gemeinsam durch eine gewaltige Kraftanstrengung erreicht. Dazu haben auch die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften einen wichtigen Beitrag geleistet." - Daraus entstünden auch Verpflichtungen für die Wirtschaft. Er erwarte jetzt, dass "nicht immer neue Forderungen nachgeschoben werden".

Scheel kritisiert Steuersubventionen für Job-Verlagerungen ins Ausland

Die Grünen-Politikerin Christine Scheel hat bemängelt, dass deutsche Unternehmen Kosten für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland von der Steuer absetzen können. Bund und Länder könnten bis zu fünf Milliarden Euro mehr einnehmen, würden sie diese Steuersubventionen streichen, so Scheel in der "Bild am Sonntag".

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