Scheitert Borgward erneut?

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Veröffentlicht: 22:48, 18. Mär. 2018 (CET)
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Das Topmodell BX7 muss im Februar einen Rückgang von 91% hinnehmen

Peking (China), 18.03.2018 – Die Verkaufszahlen der chinesischen Automarke Borgward entwickeln sich mittlerweile katastrophal. Nachdem sich bereits im letzten Jahr ein negativer Trend abzeichnete, sanken die Verkaufszahlen im den ersten beiden Monaten dieses Jahres um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem im Februar ist das Minus mit 69 Prozent besonders hoch. Damit wurden von Januar bis Februar nur rund 3.900 Fahrzeuge abgesetzt, auch hier sticht der letzte Monat mit nur 700 verkauften Autos negativ heraus. Das bedeutet einen marginalen Marktanteil von 0,1 Prozent. Die Marke belegt mittlerweile nur den 65. Platz im Absatzranking.

Bereits im Dezember letzten Jahres hat der chinesische Lkw-Hersteller Foton, der im Besitz der wiederbelebten Marke ist, angekündigt, einen weiteren Investor für diese zu suchen. Damals wurde in den Medien über finanzielle Probleme bei Borgward spekuliert, was allerdings das Management der Marke und des Eigentümers vehement bestritt. Die derzeitigen Absatzzahlen scheinen allerdings ein Indiz für massive Probleme zu seien, zumal nach vier Monaten immer noch kein neuer Interessent in Sicht ist.

Währenddessen wurde der Start auf dem europäischen Markt zum wiederholten Mal verschoben. Auf der IAA im September 2017 hatte Borgward angekündigt, man werde noch im 4. Quartal 2017 in Europa starten. Dies wurde anschließend auf Ende Dezember 2017, dann Januar 2018 und schließlich auf Mitte 2018 verschoben. Darüber hinaus ist die Marke erstmals seit vier Jahren nicht auf dem Genfer Autosalon vertreten. Auch der Internetauftritt der Chinesen scheint derzeit inaktiv zu sein, denn sowohl auf der offiziellen Website, als auch auf dem Youtube-Kanal wurden seit November letzten Jahres keine Neuigkeiten mehr veröffentlicht.

Die Eröffnung des geplanten Werkes in Bremen verzögert sich nach Angaben des Herstellers ebenfalls. Derzeit sei der Genehmigungsprozess für diese Auslandsinvestition noch nicht von den chinesischen Behörden abgeschlossen worden. Auch der Grundstückskaufvertrag für eine 140.000 Quadratmeter große Fläche beim Bremer Güterverkehrszentrum (GVZ), wo ein „Elektrokompetenzzentrum“ entstehen soll, wurde nicht fristgerecht unterschrieben.


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Quellen[Bearbeiten]