Russische Raumfahrtspezialisten konsterniert - Zwei Fehlschläge innerhalb eines Tages

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Moskau (Russland), 23.06.2005 - Die russischen Raumfahrtspezialisten sind konsterniert. So fragt die Zeitung Nesawissimaja Gaseta: „Warum erreichen russische Satelliten nicht ihre Umlaufbahn?“ Nach dem Absturz des militärischen Fernmeldesatelliten „Molnija-3K“ verschwand nun auch noch der experimentelle russisch-amerikanische Satellit „Cosmos 1“ irgendwo auf dem Weg in den Weltraum.

Verantwortlich hierfür wird vor allem die ausgereizte Technik gemacht. Zwar starten die Raketen vom Typ Wolna, einer Konversionsvariante der strategischen interkontinentalen Rakete des Typs RSM-50 (SS-N-18), in der Regel erfolgreich, doch je länger der Flug dauert, desto mehr Störungen treten auf. Das „Makejew"-Konstruktionsbüro, das diese Rüstungen entwickelt hat, steht nun am Rande einer Liquidierung.

Damit ist die Zukunft des Konzeptes, die Interkontinentalraketen auf diesem Weg zu entsorgen, in Frage gestellt. Die russische Raumfahrt benötigt nun dringend Erfolge, hängt doch davon das Bestehen im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb ab. China und Indien drängen mit aller Macht auf den Markt, die USA, Europa und Japan unternehmen darüber hinaus alle Anstrengungen, effektiver und kostengünstiger zu werden.

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Quellen