Regensburg: Urteil gegen Klassenlehrerin erwartet

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Artikelstatus: Fertig 00:57, 15. Nov. 2005 (CET)
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Regensburg (Deutschland), 11.11.2005 – Heute wird das Urteil gegen eine Regensburger Klassenlehrerin erwartet. Es geht um den sexuellen Missbrauch an einem ihrer Schüler. Das Verfahren begann gestern vor dem Amtsgericht Regensburg.

Dem Gericht liegt ein Teilgeständnis der 31-jährigen Lehrerin vor. Darin hatte sie den sexuellen Missbrauch des 13-jährigen im Juni 2004 in ihrem Haus zugegeben. Allerdings bestreitet die ehemalige Hauptschullehrerin, Geschlechtsverkehr mit dem Jungen gehabt zu haben. Nach Angaben der Frau seien die sexuellen Kontakte nach einer Party von dem Minderjährigen ausgegangen. Staatsanwalt Wolfhart Meindl wirft der Frau hingegen vor, sie hätte den Jungen missbraucht. Meindl ließ keinen Zweifel offen, dass er den Aussagen des 13-Jährigen Glauben geschenkt hatte. Danach wäre es zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, während der Verteidiger der Lehrerin den Fall als „minder schwer“ einstufte. Dies begründet er unter anderem damit, dass hier eine Frau einen Jungen missbraucht habe. Seiner Ansicht nach sehe der Gesetzgeber bei einem solchen Rollenverhältnis weniger Unrecht verwirklicht, als wenn eine männliche Person eine Frau missbrauche. Er beantragte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten für seine Mandantin.

Quellen