Orkan „Emma“ in Europa – Deutscher Wetterdienst gab Unwetterwarnung heraus

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Veröffentlicht: 19:08, 4. Mär. 2008 (CET)
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Deutschland, 04.03.2008 – Für Samstag und Sonntag erwarteten die Meterologen, dass der Orkan „Emma“ über Deutschland hinwegziehen würde. Bereits in der Nacht auf Samstag wurden vom Westen her starke Winde erwartet.

Am Samstagmorgen stellte sich jedoch heraus, dass die Meteorologen den ersten Sturmteil in der Nacht überschätzt hatten. So waren die Schäden in Deutschland bisher geringer als erwartet. Dennoch schien die Gefahr zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht gebannt. Die Unwetterwarnungen für den Samstag wurden weiterhin aufrechterhalten.

Die Feuerwehr gab die dringende Empfehlung heraus, an diesem Wochenende während des Unwetters auf nicht unbedingt erforderliche Aufenthalte im Freien und auf Autofahrten zu verzichten. Besonders gefährlich seien Spaziergänge im Wald, auch noch nachdem der Sturm abgezogen sei, da Bäume weiterhin instabil sein könnten. Seitens des Deutschen Wetterdienstes wurde dies sogar als „lebensgefährliches Abenteuer“ bezeichnet.

Ein Abziehen des Sturms nach Osteuropa wurde erst für den Sonntag erwartet. Unwetterwarnungen wurden auch für Österreich, Irland, Großbritannien und Norwegen herausgegeben. Zudem ist die Schweiz vom Unwetter betroffen, wo „Emma“ bisher Geschwindigkeiten von bis zu 153 Kilometer pro Stunde erreichte.

In Deutschland forderte der Sturm einige Todesopfer. Im Westerwald kam ein Mann in seinem Auto ums Leben, als ein Baum auf das Fahrzeug stürzte. In Bayern wurde ein Motorrollerfahrer von einer Windböe erfasst, so dass er in den Gegenverkehr geriet. In Sachsen verunglückte ein Fahrzeug aufgrund plötzlich auftretender Schneeglätte, die durch die Kaltfront entstand. Die 68-jährige Beifahrerin starb. Vier weitere Tote sind in Österreich zu beklagen.

Auf einigen Zugstrecken wurde der Bahnverkehr eingestellt. Zu spät für einen ICE: Der fuhr in der Nähe von Brühl gegen einen Baum. Mehrere Fahrgäste und der Lokführer wurden verletzt.

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Quellen