Opposition in Kirgisien verkündet Sturz der Regierung

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Veröffentlicht: 22:31, 8. Apr. 2010 (CEST)
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Bischkek (Kirgisien), 08.04.2010 – Die Opposition in Kirgisien hat nach eigenen Angaben die Macht im Land übernommen. Demnach soll der Präsident Kurmanbek Bakijew geflohen sein und das Land verlassen haben. Später hieß es dann, er sei in seine Heimatstadt Dschalalabad gereist, um dort seine Anhänger zu mobilisieren.

Die Opposition teilte auch mit, dass bei den Unruhen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen seien. Zuvor wurde das Anwesen des Präsidenten gestürmt. Die Regierung soll nun durch die ehemalige Außenministerin Rosa Otunbajewa geführt werden. Der ehemalige Parlamentspräsident Omurbek Tekebajew sagte zudem im staatlichen TV-Kanal NTRK, dass die Macht „vollständig in die Hände des Volkes übergegangen“ sei. Nach den bisher bekannten Plänen soll die Übergangsregierung eine Verfassung ausarbeiten; danach soll es Neuwahlen geben.

In einer ersten Stellungnahme des US-Verteidigungsministers hieß es am 7. April, dass man den Machtwechsel bisher nicht bestätigen könne. Die Flüge zu ihrer Luftwaffenbasis nahe der Hauptstadt Bischkek setzten die US-Amerikaner inzwischen aus. Russland versetzte unterdessen seine Truppen auf einer im Land befindlichen Militärbasis in Alarmbereitschaft. Wladimir Putin sagte zu, die entstandene Übergangsregierung in Form von „humanitäter Hilfe“ zu unterstützen. Die Vereinten Nationen reagierten mit einer Entsendung des ehemaligen slowakischen Außenminister Jan Kubis als Sondergesandten.

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Quellen