Neue Freinet-Schule in Worphausen bei Bremen

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Veröffentlicht: 17:15, 28. Apr. 2010 (CEST)
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Freinet-Pädagogik wird meist sofort mit Schuldruckerei in Verbindung gebracht, obwohl dies nur einen Teilaspekt darstellt und im Zeitalter des Computers vermehrt in den Hintergrund rückt.

Lilienthal (Deutschland), 28.04.2010 – Nach den „Freien Schulen“ bei Bassum (Prinzhöfte) und Verden entsteht jetzt auch nördlich von Bremen eine Schule, die sich auf die private Initiative von Eltern gründet. Nach einer zweijährigen Vorarbeit durch den in Worpswede gegründeten Verein soll zum Schuljahresbeginn im Sommer dieses Jahres mit dem Unterricht für die Klassen 1 bis 4 (Grundschule) begonnen werden. Mit einem Tag der offenen Tür will der Verein am Sonntag, den 2. Mai, zwischen 11 und 18 Uhr interessierten Eltern sich und die neue Schule vorstellen. Die Schule befindet sich in Worphausen, einem Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Lilienthal bei Bremen.

Im Unterschied zu den staatlichen und meisten privaten Schulen findet der Unterricht nicht jahrgangsweise und in Klassenverbänden statt, sondern in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. Das Konzept beruht auf der Freinet-Pädagogik, die 1920 in Frankreich von dem Reformpädagogen Célestin Freinet begründet wurde und inzwischen weltweit praktiziert wird. Aufgrund der steigenden Anforderungen – insbesondere an die soziale Integration innerhalb einer technisierten Gesellschaft – haben die Freien Schulen einen hohen Stellenwert. Eltern schätzen besonders die individuelle Förderung ihrer Sprösslinge und die Unabhängigkeit von weltanschaulicher oder konfessioneller Ausrichtung. Bei PISA-Studien konnten Schulen mit reformpädagogischer Ausrichtung bereits einige Erfolge verzeichnen, so etwa die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, deren Unterrichtsorganisation sich an der Freinet-Pädagogik orientiert.

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Quellen

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