Nachtkonsum 2.0 - Münchens größter Nachtflohmarkt

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Veröffentlicht: 13:28, 29. Mai 2008 (CEST)
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München (Deutschland), 29.05.2008 – Nach dem erfolgreichen Start im Sommer vergangenen Jahres gab es nun schon die zweite Version „nachtkonsum 2.0“ des nächtlichen Flohmarkts im Mensagebäude an der Münchner Leopoldstraße, „nachtkonsum“ bot den Besuchern wieder neben zahlreichen Schnäppchen ein unvergessliches Ausgeherlebnis mit Snacks und Getränken sowie Musik von DJs des Aus- und Fortbildungsradios M94,5. Laut Auskunft des Veranstalters Florian Liss strömten über 3.000 Gäste in der Nacht zum 20. April 2008 in das Mensagebäude, um beim doch außergewöhnlichen Spektakel - ein einzigartiger Nachtflohmarkt mitten in Schwabing - dabei zu sein.

Fast 200 Verkäufer boten Gebrauchtes aller Art dem anspruchsvollen Münchner Publikum. Wer zwischendrin dann doch etwas ruhen mochte, konnte im nahe gelegenen Leopoldpark oder auf dem Platz zwischen Mensagebäude und dem vom TU-Film-Team angestrahlten „Schweinchenbau“ (Institut für Psychologie der LMU) verweilen. Doch wer bei „nachtkonsum“ nicht nur flanieren und shoppen, konsumieren und stöbern wollte, sondern auch selbst Skurriles, Trash, Mode, Kunst, Kleinkram und Raritäten verkaufen mochte, konnte im Vorfeld für einen Unkostenbeitrag von neun Euro einen bereits vorhandenen Tisch anmieten. „Das vereinfacht den Verkauf natürlich enorm“, verkündete der Organisator Florian Liss. Auf den Mensatischen und drum herum konnten viele studentische Verkäufer ihre sieben Sachen zur Schau stellen sowie zum Verkauf anbieten.

Die Besucherinnen und Besucher des zweiten Münchner Nachtflohmarkts hatten dabei nicht nur Gelegenheit, ihre (Studenten)Bude nach Verkaufbarem zu durchsuchen und damit auszumisten oder das eine oder andere Schnäppchen zu erhaschen – sie unterstützten gleichzeitig die Jungunternehmer: Die Idee[1] zu „nachtkonsum“ stammt von Studentinnen und Studenten. Sie verwirklichten ihr Projekt erstmals im Jahr 2007 im Rahmen des Fünf-Euro-Business-Wettbewerbs, der jeweils im Sommersemester an verschiedenen Hochschulorten in Bayern läuft. Entwickelt wurde der Wettbewerb von der Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer (KFT) der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. Bei diesem praxisorientierten Wettbewerb können Studentinnen aller Fachrichtungen überwiegend in Eigeninitiative unternehmerisch tätig werden. Kernkompetenzen wie beispielsweise Teamfähigkeit und Kreativität sowie Eigenverantwortung stehen dabei im Vordergrund. Mit lediglich fünf Euro Startkapital sollen die Teilnehmer in sechs Wochen eine Idee bis zur Marktreife bringen. Dafür wird den Teilnehmerinnen in Seminaren grundlegendes Know-How aus der Praxis vermittelt. Zusätzlich stehen sogenannte Wirtschaftspaten als Experten aus der freien Wirtschaft bereit und unterstützen die Studierenden mit professioneller Beratung.

Ob es eine Fortführung des erfolgreichen nächtlichen Flohmarkts geben wird, lässt der noch studierende Veranstalter offen. „Ein nicht zu unterschätzender Zeit- und Arbeitsaufwand sowie unternehmerisches Risiko“ würde ein solches „Großevent“ mit sich bringen, so Liss.

Referenzen

  1. siehe dazu den Beitrag auf der Diskussionsseite (unter Richtigstellung)

Quellen

Originäre Berichterstattung
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Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.