Mathematiker Isadore Singer gestorben

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Veröffentlicht: 14:01, 13. Feb. 2021 (CET)
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Isadore Singer (Archivbild aus 1977)

Cambridge (Massachusetts) (Vereinigte Staaten), 13.02.2021 – Vorgestern, am 11.02.2021, starb der US-amerikanische Mathematiker Isadore Singer im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in Boxborough, Massachusetts. Singer war insbesondere für seinen Beitrag zum Indexsatz von Atiyah-Singer bekannt, den er 1962 zusammen mit Michael Atiyah bewies, der am 11.01.2019 starb. Mit dem Satz wurde eine Brücke zwischen unterschiedlichen Gebieten der Mathematik geschlagen – von der Analysis zur Differentialgeometrie und zur Topologie. Der Satz liefert auch Verbindungen zur Theoretischen Physik, wozu Singer den führenden Beitrag lieferte.

Singer absolvierte den Bachelor an der University of Michigan und den Master (Abschluss 1948) sowie das Promotionsstudium (Abschluss 1950) an der University of Chicago, wo Irving Segal sein Betreuer war.

Zunächst wurde er 1950 CLE-Moore-Instructor am MIT, bevor er zur University of California, Los Angeles, und zur Columbia University, New York, und nach Princeton ans Institute for Advanced Study ging. 1956 kehrte er als Professor ans MIT zurück und wurde dort Norbert-Wiener-Professor von 1970 bis 1979. Anschließend ging er zur University of Califonia in Berkeley, als Miller-Professor, bevor er 1983 als erster John-D.-MacArthur-Professor ans MIT zurückkehrte, wo er 1987 Institutsprofessor wurde.

Isadore Singer erhielt viele bedeutende Mathematikpreise, darunter den Abelpreis, mit dem er im Jahr 2004 zusammen mit Michael Atiyah für die Entdeckung und den Beweis des Indexsatzes ausgezeichnet wurde, und war Mitglied vieler wissenschaftlicher Komitees und Vereinigungen.


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Quellen[Bearbeiten]