Leipzig und Berlin sind die deutschen Städte mit den meisten armen Menschen

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Veröffentlicht: 23:22, 27. Nov. 2012 (CET)
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Berlin (Deutschland), 27.11.2012 – Nach einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung leben in Leipzig und in Berlin die meisten armen Menschen in Deutschland. Untersucht wurden 15 deutsche Großstädte. In Leipzig lebten im vergangenen Jahr 25 Prozent der Menschen unter der bundesweit errechneten Armutsschwelle, die mit 868 Euro monatlichem Haushaltseinkommen für eine alleinstehende Person und 1272 Euro für ein Paar ohne Kind definiert ist. Den höchsten Anteil von Menschen, die nach SGB II Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen, hat Berlin: Dort ist jedes dritte Kind auf finanzielle Hilfen vom Staat angewiesen, bei den Erwachsenen ist es jeder fünfte. In Berlin handelt es sich um einen zunehmenden Trend seit fünf bis sechs Jahren. In Leipzig hatte sich die Situation seit 2006 dramatisch verschlechtert: Hier erreichte der Anteil der armen Menschen im Jahr 2009 mit 27,2 Prozent einen bundesweiten Höhepunkt. Seitdem hat sich die Lage im deutschlandweiten Vergleich verbessert. Wird jedoch das Durchschnittseinkommen innerhalb einer Stadt als Maßstab gewählt, so hat Stuttgart mit 20,8 Prozent die meisten armen Menschen, während Berlin mit 15,5 und Leipzig mit 16 Prozent besser da stehen.

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Quellen[Bearbeiten]