Lebensgefahr Shishabar

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Veröffentlicht: 04:52, 12. Dez. 2017 (CET)
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Kohletabletten für Shishas

Kaiserslautern (Deutschland), 12.12.2017 – Kohlenstoffmonoxid entsteht bei unvollständigen Verbrennungsvorgängen, so auch in Wasserpfeifen. Weil in Shisha-Bars rund um die Uhr Kohle verbrannt wird, sind die Werte von Kohlenstoffmonoxid in der Luft oft erhöht. Es handelt sich dabei um ein farb- und geruchloses Gas, das den Transport von Sauerstoff im Blut blockieren kann. Im schlimmsten Fall kann eine Vergiftung tödlich enden. Dieses Schicksal ereilte in der Nacht zum Samstag beinahe eine 18-Jährige in Kaiserslautern. Sie wollte gerade bezahlen und die Lokalität verlassen, als sie bewusstlos zusammenbrach. Sie musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden, sei inzwischen aber wieder außer Lebensgefahr. Die ebenfalls herbeigerufene Feuerwehr stellte erhöhte Werte des giftigen Gases fest und lüftete die Bar. Auf Anweisung des Ordnungsamtes bleibt sie vorerst geschlossen.

Ärzte fordern eine CO-Melder-Pflicht für Shisha-Bars. Denn es handelte sich hier um keinen Einzelfall: Im März schwebte in Lörrach eine Frau in Lebensgefahr, weil sie zu viel von dem Gas eingeatmet hatte. In Pforzheim verlor ein junger Mann das Bewusstsein. CO-Melder sind nur in wenigen Kommunen bisher vorgeschrieben. So etwa die Stadt Trier, die im November bei Kontrollen in drei Shisha-Bars erhöhte Kohlenstoffmonoxid-Konzentrationen feststellen konnte. Zu entsprechenden Ergebnissen führte bereits eine erste Kontrolle im Februar.


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Quellen[Bearbeiten]