Kontroversen um Margaret Thatchers Begräbnis

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Veröffentlicht: 02:41, 10. Apr. 2013 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 10.04.2013 – Am Montag ist die ehemalige britische Premierministerien Margaret Thatcher im Alter von 87 Jahren gestorben. Nun wird nicht nur ihr politisches Erbe kontrovers diskutiert, auch über die Trauerfeier für die „eiserne Lady“, die das Land zwischen 1979 und 1990 führte, hat in Großbritannien eine Debatte begonnen.

Das Büro des amtierenden britischen Premierministers David Cameron gab bekannt, dass für den 17. April eine Trauerfeier mit großem militärischen Zeremoniell geplant sei. Nach einem Trauerzug vom Parlament in Westminster durch die Londoner Innenstadt wird die Trauerfeier in der St Paul’s Cathedral stattfinden. Ein formelles Staatsbegräbnis im großen Stil, wie von Verehrern Thatchers gefordert, werde es jedoch nicht geben.

„Sag Nein zu einem Staatsbegräbnis für Maggie-Thatcher“ fordern Thatcher-Kritiker dagegen via Online-Petion an das Cabinet Office. 28.310 Menschen haben diese Petition bereits unterzeichnet (Stand 09.04.13). Die Petition enthält keine Begründung für diese Forderung. In einer älteren Online-Petition wurde in ironischer Anspielung auf Thatchers Wirtschaftspoltik, die auch von konservativen Medien als „radikalliberal“ bezeichnet wird, verlangt, Thatchers Staatsbegräbnis solle von der Privatwirtschaft finanziert und organisiert werden. Diese Petition fand 33.821 Unterstützer und war bereits vor Thatchers Tod eingereicht worden.

Ernsthafter betrachtet man die Vorbereitungen für Thatchers Staatsbegräbnis bei der Londoner Polizei. Die Polizei erwartet Proteste am Rande der Trauerfeier. In einem Artikel des „Independent“ heißt es, Thatcher sei eine der Politikerinnen der Moderne, über die die Meinungen am stärksten geteilt seien. Vor diesem Hintergrund stehe die Polizei vor dem Balanceakt, dafür zu sorgen, dass der Trauerzug nicht gestört werde, und die Öffentlichkeit gleichzeitig ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen dürfe.


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