Knittelfelder Arzt jetzt auch unter Verdacht der Vergewaltigung

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Knittelfeld (Österreich), 16.01.2006 – Die Vorwürfe gegen den den 52-jährigen Knittelfelder Arzt, der unter dem Verdacht steht, Patienten sexuell missbraucht zu haben, werden immer stärker. Jetzt wurde öffentlich über ein Video berichtet, das der Arzt selbst gedreht haben soll. Die Bilder zeigen eine mögliche Vergewaltigung.

Dieses Geschehen hat die Knittelfelder Polizei zur Vernehmung weiterer Opfer veranlasst. Inzwischen haben sich durch neue Zeugenaussagen die Vorwürfe gegen den Arzt immer stärker erhärtet. Jetzt wird gegen ihn nicht nur wegen sexueller Belästigung, sondern auch wegen Vergewaltigung ermittelt. Zusätzlich laufen Ermittlungen wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte, da er weibliche Patienten nackt fotografiert haben soll.

Insgesamt hat das zuständige Gericht die Aussagen von 18 möglichen Opfern zu Protokoll genommen. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Leoben. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft erwarten die Beamten eine konkrete Vermehrung der Opferzahlen. Auf der Liste der noch einzuvernehmenden Patientinnen stehen noch mehrere Dutzend Frauen.

Insbesondere die sichergestellten Videokassetten erhärten diesen Verdacht. Sie wurden in der Wohnung des Arztes sowie in seiner Praxis sichergestellt. Es wurden auch weitere Pornofotos gefunden, auf denen Patientinnen des Knittelfelders zu erkennen sind.

Darauf ist unter anderem die erwähnte Vergewaltigung zu sehen. Die Frau, die auf dem Videoband zu sehen ist, hat sich offensichtlich gegen das Geschehen in der Praxis gewehrt.

Das Schulverbot, das im November gegen den Arzt verhängt wurde, besteht noch. Damals war die Geschichte an das Tageslicht gekommen, nachdem zwei Schülerinnen unter 18 Jahren ausgesagt hatten. Sie beschuldigten den Arzt, beim Intimpiercing fotografiert worden zu sein. Nach den beiden Mädchen meldeten sich dann weitere Frauen mit ähnlichen Beschuldigungen.

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Quellen