Zum Inhalt springen

Katjuscha-Rakete schlug in Nordisrael ein

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Veröffentlicht: 14:15, 30. Okt. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jerusalem (Israel) / Beirut (Libanon), 30.10.2009 – Zu dem Raketenangriff, bei dem am 27. Oktober eine Katjuscha-Rakete in der Nähe von Kirjat Schmona im Norden Israels eingeschlagen ist, hat sich die mit al-Qaida verbundene Gruppe „Bataillone von Ziyād Dscharrah“ bekannt.

Nach dem Angriff am Dienstag feuerte die israelische Armee Artilleriesalven auf das Gebiet, aus dem die Rakete abgeschossen wurde. Weder in Israel noch im Libanon wurden im Zusammenhang mit dem Zwischenfall Sach- oder Personenschäden bekannt. Eine gemeinsame Einsatzgruppe von libanesischer Armee und UNIFIL fand später in der Nähe der Ortschaft Hula vier weitere Katjuscha-Raketen, die auf Israel gerichtet waren und machte sie unschädlich.

Der libanesische Präsident Michal Suleiman warf am Mittwoch, dem 28. Oktober, der israelischen Regierung vor, erneut die Souveränität des Libanon verletzt zu haben. Man könne nicht ausschließen, dass Israel den Zwischenfall selbst inszeniert habe. Der christliche libanesische Politiker Samir Geagea hingegen erklärte, die Regierung des Libanon sei verantwortlich für das, was im Süd-Libanon geschehe. Er nannte den Zwischenfall „ein Verbrechen gegen die Einwohner des Libanon“. Bei dem Angriff handelte es sich um den vierten solchen Zwischenfall in diesem Jahr und den sechsten seit Ende des Zweiten Libanonkrieges im Jahr 2006.

Der UN-Sonderbeauftragte Terje Roed-Larsen sagte vor der Presse, dass das Waffenarsenal der Hisbollah die Zukunft des Libanon und Frieden und Stabilität in der Region gefährden würde. Roes-Larsen verlangte die Entwaffnung aller Milizen im südlichen Libanon.

Der Angriff erfolgte nur wenige Tage, bevor die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton zu einem Besuch in Israel eintrifft. Die israelische UN-Botschafterin Gabriela Shalev hat offiziell bei UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gegen den Vorfall protestiert. Dieser hat beide Seiten zu äußersten Zurückhaltung aufgerufen.

Quellen