Internationales WWF-Zentrum für Meeresschutz eröffnet in Hamburg

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Artikelstatus: Fertig 14:41, 5. Mai 2006 (CEST)
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Bremen / Hamburg (Deutschland), 05.05.2006 – Die deutsche Basissektion des World Wide Fund for Nature (WWF) verlegt ihren Stammsitz von Bremen nach Hamburg. Standort wird die Hamburger Speicherstadt werden. Die offizielle Bezeichnung der neuen Hamburger Einrichtung lautet „Internationales WWF-Zentrum für Meeresschutz“. In Bremen war der Fachbereich „Meere und Küsten“ angesiedelt, daraus wurde nun das Meeresschutzzentrum. Eröffnet werden soll das neue Zentrum am Mittwoch 24. Mai 2006 mit einem Festakt.

Am 3. Mai 2006 stellte sich der WWF in Hamburg bereits vorab schon der Presse vor. Ein erster symbolischen Begrüßungstreff auf den St.-Pauli-Landungsbrücken fand gestern statt. Die Gäste wurden auf das Museumsschiff „Rickmer Rickmers“ geladen.

Der WWF Deutschland kämpft rund um den Erdball für den Aufbau von Meeresschutzgebieten, für den Schutz von Tiefseelebensräumen, gegen Umweltgifte und Überfischung in den Meeren. Die Organisation zählt zu den größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Alle geplanten Aktivitäten des deutschen WWF-Bereiches sollen künftig von Hamburg aus gesteuert werden. Die Hamburger Mitarbeiter beschreiben ihre Ziele wie folgt: „Die Auswirkungen des globalen Tourismus, nachhaltige Fischerei, die Errichtung und Erhaltung regionaler Meeresschutz-Gebiete sowie Möglichkeiten regionaler Raumplanung, das sind unsere Hauptthemenbereiche. Von hier aus kämpft der WWF mit Geduld und Phantasie für die Rettung der Weltmeere.“ Besonders liegt dem WWF Deutschland jedoch der Schutz der Nord- und Ostsee am Herzen. Die Meere, die direkt vor Deutschland liegen, sollen für unsere Nachkommen erhalten bleiben.

Ein Umzug der Bremer Station stand sowieso bevor. Ursprünglich dachten die Verantwortlichen daran, vom bisherigen Standort aus der Umgebung Bremens in die Innenstadt Bremens zu ziehen. Dann fiel jedoch die Entscheidung für Hamburg: zum einen, weil in Hamburg wesentlich mehr Medien angesiedelt sind als in Bremen, und zum anderen, weil in Hamburg viel mehr Förderer des WWF zu Hause sind als anderswo. Bisher zählt der WWF in Hamburg über 12.000 Förderer. Zu Anfang sind neun Mitarbeiter im neuen Meereszentrum in Hamburg beschäftigt. An eine Ausweitung der Kapazitäten wurde bereits gedacht.

Quellen