Immer noch anti-israelische Propaganda in palästinensischen Schulbüchern

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Veröffentlicht: 13:03, 17. Aug. 2017 (CEST)
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Al-Quds-Tag 2017 im Iran

Berlin (Deutschland), 16.08.2017 – Bereits vor vielen Jahren war die Darstellung Israels in Schulbüchern arabischer Nachbarländer beanstandet worden. Insbesondere Deutschland war vorgeworfen worden, teilweise indirekt über die Europäische Union an der Finanzierung solcher Schulbücher beteiligt zu sein. Eine neue Untersuchung, die im Auftrag von deutschen Bundestagsabgeordneten durchgeführt wurde, zeigt nunmehr, dass dieses Problem weiterhin besteht. In 15 Schulbüchern für die Fächer Geschichte, Geographie, Mathematik und Nationale Erziehung kommt weder der Staat Israel noch der Holocaust vor. Es werden stattdessen zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet. Die Bücher werden seit dem Jahre 2000 im Gazastreifen und im Westjordanland an staatlichen Schulen und sowie den über 300 Schulen der UN-Hilfsorganisation UNRWA eingesetzt. Eine Änderung wird vom Bildungsministerium der palästinensischen Autonomiebehörde abgelehnt. Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien im Haushaltsausschuss des Bundestages wiesen darauf hin, dass Deutschland jährlich 150 Millionen Euro an die palästinensischen Autonomiebehörden als Unterstützung zahlt.

Der Vorwurf der Abgeordneten lautet, dass diese Schulbücher zu einer Eskalation des Konflikts zwischen den Staaten Palästina und Israel beitragen. Das zeigt sich nach Meinung einiger Berichterstatter auch immer wieder in öffentlichen Demonstrationen wie etwa am sogenannten Al-Quds-Tag, der in vielen großen Städten und seit 1996 auch in Berlin stattfindet. Inzwischen gibt es nicht nur hierzulande erheblichen Widerstand gegen solche Kundgebungen. Auch in London wurde gegen die Al-Quds-Tag-Demonstration in diesem Jahr eine Petition eingereicht.

2013 hatte die Neue Zürcher Zeitung über eine Studie berichtet, in der 168 israelische und palästinensische Schulbücher untersucht worden waren. Demnach fanden sich verzerrte Darstellungen auf beiden Seiten, wobei die Darstellungen von Israels Seite etwas positiver seien. Auffällig war schon damals, dass Tatsachen lückenhaft dargestellt und Informationen weggelassen werden. Die palästinensische Autonomiebehörde gibt seit 2000 eigene Schulbücher heraus.


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Quellen[Bearbeiten]