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Hunderttausende in Südostasien auf der Flucht vor Überschwemmungen

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Artikelstatus: Fertig 11:21, 24. Dez. 2006 (CET)
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Sumatra

Jakarta (Indonesien) / Kuala Lumpur (Malaysia), 24.12.2006 – Südostasien wird seit einigen Tagen von schweren Überflutungen heimgesucht. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters sind in der gesamten Region annähernd 200.000 Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen, davon 100.000 allein aus Malaysia; betroffen sind vor allem die südlichen Regionen des Landes. Mindestens 70.000 Menschen sollen durch die Überflutungen obdachlos geworden sein. In Indonesien sollen 90.000 Menschen geflohen sein. In dem Inselstaat ist vor allem die Hauptinsel Sumatra betroffen. Allein in der Provinz Aceh im Nordwesten Sumatras starben seit gestern fünf Menschen. 17.000 Menschen sollen in Indonesien bereits in Sicherheit gebracht worden sein.

Aus Malaysia wird über sechs Ertrunkene berichtet. Aus Indonesien werden zwölf Tote und zahlreiche vermisste Personen gemeldet. Als Ursache werden in Malaysia die schwersten Regenfälle der letzten hundert Jahre verantwortlich gemacht. Meteorologen warnen vor einer Überflutung auch zentraler Landesteile, wenn sich die heftigen Monsunregen weiter fortsetzen sollten. Der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi besuchte am Samstag die betroffenen Südregionen des Landes. Aus diesem Gebiet wird von einer Knappheit an Lebensmitteln berichtet, außerdem wurden Plünderungen registriert.

Als Ursache wurde von Behörden und betroffenen Bewohnern Indonesiens auch der illegale Holzeinschlag in der Region genannt. Aus der im Nordwesten Sumatras gelegenen Provinz Langkat, etwa 80 Kilometer von der Provinzzhauptstadt Medan entfernt, wurden schwere Regenfälle gemeldet. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber einem AFP-Reporter, dass viele Dorfbewohner unter den Dächern ihrer Häuser und auf Bäumen vor den Fluten Schutz gesucht hätten. Teile der Hauptstraße zwischen Medan und Banda Aceh stehen bis zu einem Meter unter Wasser.

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Quellen