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Hilfsorganisationen für Prostituierte kämpfen gegen Kindesmissbrauch

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Artikelstatus: Fertig 19:48, 5. Feb. 2006 (CET)
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Regensburg (Deutschland), 05.02.2006 – Am Donnerstagabend, 2. Februar 2006, fand im mennonitischen Gemeindehaus in Regensburg-Burgweinting eine Zusammenkunft mit etwa 50 Besuchern statt. Es ging um das Thema „Zwangsprostitution“. Auch Berichte über das menschenunwürdige Leben von Kindern und Kleinstkindern wurden vorgestellt.

Auf Einladung des mennonitischen Arbeitskreis MAGSA fanden sich erstmals vier Organisationen, die sich dem Kampf gegen die Zwangsprostitution und der sexuellen Ausbeutung von Kindern stellen, an einem Tisch: Das Aids-Präventionsprojekt JANA, KARO aus Plauen, MAGSA und das UN-Kinderhilfswerk UNICEF.

An der 810 Kilometer langen Grenze zu Tschechien arbeiten zwei Sozialarbeiterinnen von KARO und zwei von JANA. Sie betreuen hunderte von Prostituierten. JANA hat einen reinen präventiven Auftrag in der Prävention gegen HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten. Die Mitarbeiterinnen von JANA leisten Aufklärungsarbeit, versuchen das Vertrauen der Prostituierten zu gewinnen und bieten Tests zum Nachweis von Geschlechtskrankheiten an.

Gezeigt wurde am Donnerstagabend ein Filmausschnitt über den Straßenstrich in Cheb. Der Film endet mit einer Frage: „Vor unseren Augen wird ein kleines Mädchen in eine schwarzen Limousine gesetzt, am Steuer ein Mann. Bewiesen ist damit juristisch gar nichts, aber was macht ein kleines Kind, in einer kalten Nacht, um zwei Uhr morgens, allein in einem Auto mit westlichem Kennzeichen?"

Dies ist das Arbeitsumfeld, in dem Cathrin Schauer und Ludmilla Irmscher von KARO sich seit über zehn Jahren für die Frauen und Kinder einsetzen. „Etwa 200 Frauen haben wir unter Einsatz ihres und unseres Lebens inzwischen gerettet“, konnten sie berichten. „Meist sind wir von KARO die einzigen, die fragen, wie es den Frauen geht“, betonte Frau Irmscher. Die Polizei würde zwar eingeschaltet, wenn kriminelle Handlungen beobachtet werden, das Problem sei jedoch oft die Beweislage. Die Frauen und Kinder stehen meist unter Druck und Angst und sagen dadurch nicht aus. Wenngleich Kinder verkauft würden oder sich Minderjährige prostituierten, fehle dadurch fast immer der Beweis für eine sexuelle Handlung und es passiere nichts.

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Quellen

  • Mittelbayrische Zeitung Online: „Frauen preisen nachts ihre Babys den Sextouristen an“ (03.02.2006) Quelle nicht mehr online verfügbar
  • MAGSA-Website: „MAGSA - InfoAbend“ (02.2006)