Fußball-Weltmeisterschaft 2010 nicht in Südafrika?

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artikelstatus: Fertig 14:43, 14. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Zürich (Schweiz) / Pretoria (Südafrika), 14.07.2006 – Ein unbestätigtes Gerücht machte in den letzten zwei Tagen in Südafrika und Deutschland die Runde, wonach der Fußballweltverband FIFA hinter den Kulissen bereits darüber diskutiere, ob man Südafrika die WM 2010 entziehen solle. Der Grund dafür sei der langsame Stadienbau und die langsame Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Als mögliche Ersatzausrichter wurden die USA, England und auch Deutschland genannt. FIFA-Präsident Joseph Blatter wies diese Gerüchte jedoch umgehend zurück: „Medienberichte, wonach die WM 2010 an ein anderes Land vergeben werden könnte, entbehren jeglicher Grundlage. Die FIFA WM 2010 wird in Südafrika stattfinden.“

In Südafrika selbst wurden solche Gerüchte mit einiger Besorgnis registriert und dahinter eine Art „Afro-Pessimismus und Rassismus“ vermutet. Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki sprach während seines Deutschlandaufenthaltes während der Fußballweltmeisterschaft davon, dass einige Leute es als ihre Aufgabe ansähen, Südafrika in negativen Farben zu malen. „Die haben den Übergang zur demokratischen Gesellschaft nie akzeptiert; die hoffen weiter, dass das Land untergeht.“

Die FIFA zeigte auch durch die Schaffung weiterer Fakten den Vertrauensbeweis in ihre Entscheidung, die WM 2010 nach Südafrika zu vergeben. Sie vergab bereits die Übertragungsrechte der Weltmeisterschaften 2010 und 2014 an Südafrikas öffentlich-rechtlichen TV-Sender SABC.

WM-Cheforganisator Danny Jordaan wies darauf hin, dass bereits 75 Prozent der Sponsorverträge unterzeichnet seien. Der Haushaltstitel der Republik Südafrika für Transportverbesserungen wurde gerade von 3 auf 3,74 Milliarden Rand erhöht. Deutsche Firmen und Berater sind bereits in dem Land aktiv, um die Vorbereitungen der Weltmeisterschaft zu unterstützen, so beim Bau des Senzangakhona-Stadions in Durban.

Quellen