Flugzeugabsturz in der Demokratischen Republik Kongo: Mindestens 40 Tote

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Veröffentlicht: 15:01, 17. Apr. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
LocationDRCongo.svg

Goma (Demokratische Republik Kongo), 17.04.2008 – Beim Start in Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist am Dienstag gegen 14:30 Uhr MESZ eine DC-9 der Fluggesellschaft Hewa Bora verunglückt. Die Zahl der Todesopfer ist noch unklar. Nach offiziellen Angaben waren an Bord der 31 Jahre alten Maschine 79 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.

Provinz-Gouverneur Julien Paluku teilte mit, die Maschine sei in ein Wohngebiet gestürzt. Angaben über die Zahl der Geretteten sind noch widersprüchlich. Zunächst war von sieben Überlebenden die Rede, später wurde bekanntgegeben, 53 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder seien in Krankenhäuser gebracht worden. Inzwischen heißt es, unter Beteiligung von Truppen der UN-Mission MONUC hätten alle Personen an Bord gerettet werden können.

Bislang bestätigt wurden 40 Todesopfer und 111 Verletzte; viele davon waren Bewohner des Viertels Birere.

Über den Hergang und die Ursachen des Flugunfalls gibt es keine verlässlichen Informationen. Die Maschine war entweder unmittelbar nach dem Start in ein Wohnviertel gestürzt oder beim Startversuch von der Landebahn abgekommen und in einen angrenzenden Markt gerast. Ein überlebender Passagier und Ex-Pilot sprach von einem geplatzten Reifen, die Fluggesellschaft machte Aquaplaning verantwortlich. Beim Startversuch regnete es stark. Einer der beiden überlebenden Piloten sprach vom Ausfall eines Triebwerks.

Die Landebahn in Goma ist auf 2000 Meter verkürzt, seit bei einem Ausbruch des Nyiragongo 2002 die Lava einen Teil der Landebahn verschüttete.

Um das Thema Flugsicherheit ist es in dem afrikanischen Land schlecht bestellt. Viele der mehr als 50 privaten Fluggesellschaften stehen auf der Schwarzen Liste der Europäischen Union und haben in Europa Flugverbot. Dazu gehört seit kurzem auch die Fluggesellschaft der Unglücksmaschine.

Themenverwandte Artikel

Quellen