Flughafen Frankfurt - A-380 Werft kann gebaut werden

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Artikelstatus: Fertig 28. Jun. 2005 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 28.06.2005 – Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat zwölf Klagen, die gegen den Bau der geplanten neuen Airbus A-380 Werft auf dem Frankfurter Flughafen eingereicht worden waren, ohne die Möglichkeit der Revision abgewiesen. Die Richter begründeten die Entscheidung mit „erheblichem öffentlichen Interesse“, demgegenüber die Belange von Kommunen und Naturschützern als zweitrangig eingestuft wurden. Das Gericht behielt sich allerdings vor, die Lärmentwicklung an der Wartungshalle gutachtlich prüfen zu lassen und dem Betreiber gegebenenfalls Auflagen zu machen.

Lufthansa und Fraport zeigten sich erleichtert über das Urteil. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Frankfurt würde damit gestärkt. Der BUND kritisierte das Urteil, weil durch die Nebenanlagen 23 Hektar geschützten Waldes zum Opfer fallen würden. Zugleich erklärte der BUND, man werde eine Nichtzulassungsbeschwerde einreichen, weil die Urteilsbegründung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtshof (BVerwG) und des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unvereinbar sei.

Ein Lufthansasprecher erklärte, durch den Gerichtsentscheid würden 15 Airbus-Großraumflugzeuge in Frankfurt stationiert. Dadurch würden 4.500 Arbeitsplätze geschaffen, insbesondere beim Technikpersonal und der Besatzung.

Der Ausbau des Frankfurter Flughafens hat eine lange Geschichte. So kam es 1984 zu teils gewalttätigen Protesten beim Bau der Startbahn West. Die Planung einer neuen Landebahn nordwestlich des Flughafens ist zur Zeit in Vorbereitung. Gegenwärtig werden pro Jahr 50 Millionen Passagiere befördert (2004), bis zum Jahre 2015 soll diese Zahl auf 80 Millionen steigen.

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Quellen