Finale der Handball-WM: Deutschland ist Weltmeister

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Artikelstatus: Fertig 14:51, 6. Feb. 2007 (CET)
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Köln-Arena

Köln (Deutschland), 06.02.2007 – Die Deutsche Handballnationalmannschaft gewann vorgestern in der Köln-Arena das Finale der Handball-Weltmeisterschaft 2007 im eigenen Land gegen die Polnische Handballnationalmannschaft mit 29:24. Das Spiel begann um 16:30 Uhr. Bereits ab 16:05 Uhr berichtete die ARD live vom Austragungsort.

Es war ein überragendes Spiel der deutschen Mannschaft, vor allem der beiden Torhüter Henning Fritz und Johannes Bitter.

Bereits nach zehn Minuten lag die deutsche Mannschaft mit 6:3 in Führung, woraufhin die polnische Mannschaft eine Auszeit nahm. Ab der 17. Minute war klar zu erkennen, dass das Publikum überwiegend auf Seite der deutschen Mannschaft war. Häufig ging ein Pfeifkonzert durch die Halle, wenn ein polnischer Spieler in Ballbesitz gelangte. Nach 20 Minuten lag die deutsche Mannschaft mit 12:8 immer noch deutlich vorn. Die zweite Auszeit wurde von der deutschen Mannschaft in der 21. Minute des Spiels in Anspruch genommen. Mit einem Stand von 17:13 für Deutschland gingen die beiden Mannschaften dann in die Halbzeitpause. Deutschland führte seit den ersten Minuten klar, es war aber für beide Mannschaften noch alles drin.

Bis zur Halbzeitpause gab es einige Fouls, insgesamt war das Spiel jedoch fair: Es wurden keine Zeitstrafen verhängt. Die Schiedsrichterleistung der Franzosen war der Halbzeitanalyse zufolge gut.

Für die deutsche Mannschaft ging es in der zweiten Halbzeit erfolgreich weiter. Beim Stand von 20:14 für die deutsche Mannschaft musste Torhüter Henning Fritz in 34. Minute ausgewechselt werden: Er hatte den Ball gegen das Knie bekommen und konnte nicht weiterspielen. Es bestand ein Verdacht auf einen Muskelfaserriss in der Wade. Ersetzt wurde er durch Johannes Bitter (35. Minute), der den Vorsprung der deutschen Mannschaft gut verteidigte. Zwar kam die polnische Mannschaft (nach einem Stand von 21:16 nach der 40. Minute) noch bis auf ein 22:21 bei eigenem Ballbesitz (nach 48 Minuten Spielzeit) heran, aber sie verstand es nicht, das Ruder herumzureißen und einen Torvorsprung herauszuspielen.

Ihre zweite Auszeit nahmen die Deutschen in der 41. Minute, nachdem sich der polnische Spieler Jurasik nach einem Foul durch einen deutschen Spieler verletzt hatte. Weitere Verletzte gab es in dem Spiel nicht, auch wenn es in der zweiten Halbzeit insgesamt vier zweiminütige Zeitstrafen gab: in der 38. Minute, der 39. Minute und der 53. Minute jeweils für einen polnischen Spieler und in der 45. Minute für einen deutschen Spieler.

Beide Mannschaften erhielten jeweils zwei Siebenmeter. Den ersten bekam Polen in der fünften Minute. Er wurde durch den Spieler Tluczynski verwandelt. In der 31. Minute dann Siebenmeter Nummer zwei für das östliche Nachbarland. Wiederum war es Tluczynski, der den deutschen Torhüter bezwingen konnte. Sieben Minuten später bekamen die Deutschen ihren ersten Strafwurf zugesprochen, allerdings vergab Markus Baur die gute Gelegenheit, ein Tor zu werfen. Besser machte es dann Jansen in der 53. Minute: Er verwandelte.

Die letzten Minuten des Spiels waren äußerst spannend: Nach einem 27:23-Stand für Deutschland nach 55 Minuten und einer von der polnischen Mannschaft gewünschten Auszeit warfen die deutschen Spieler in der 57. Minute noch zwei weitere Tore. Damit konnte auch das letzte Tor auf der polnischen Seite in der 60. Minute zum 29:24 den Sieg der deutschen Mannschaft nicht mehr verhindern. Die Fans dankten es ihrer Mannschaft mit einem durchgehenden Gesang von „Oh, wie ist das schön…“ in den letzten beiden Minuten.

Quellen