Fünf Briten im Irak entführt

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Artikelstatus: Fertig 11:15, 30. Mai 2007 (CEST)
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Bagdad (Irak), 30.05.2007 – In Bagdad sind nach Angaben der irakischen Regierung fünf Briten entführt worden. Die Männer seien bei einem „Vorfall im irakischen Finanzministerium“ verschleppt worden. Bewaffnete in Polizeiuniformen hätten das Gebäude gestürmt und gezielt westliche Ausländer entführt. Es fuhr ein Konvoi von bis zu 40 Polizeifahrzeugen auf das Ministerium zu.

Der Vorfall habe sich um 11:40 Uhr Ortszeit ereignet. Diplomaten der britischen Botschaft seien in Kontakt mit den Behörden. Eine Sprecherin der kanadischen Sicherheitsfirma Garda sagte, vier der fünf Entführten seien Mitarbeiter ihres Unternehmens. „Ich kann bestätigen, dass sie für Garda World arbeiten“, erklärte Nathalie de Champlain.

Bei einem der Entführten handelte es sich um einen aus dem Vereinigten Königreich stammenden Mitarbeiter der US-Beratungsfirma BearingPoint. Das sagte eine Firmensprecherin der Nachrichtenagentur Agence France-Presse in Berlin. Zuvor hieß es aus irakischen Regierungskreisen, es seien drei Mitarbeiter eines deutschen IT-Unternehmens aus dem irakischen Finanzministerium entführt worden. Sie hätten Mitarbeiter des Ministeriums beraten.

Am Dienstag konnte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Entführung deutscher Staatsbürger nicht bestätigen. Er habe die große Hoffnung, dass es bei dieser Erkenntnis bleiben werde. Es seien besonders viele ausländische Berater im Einsatz, weil es hier vor zwei Monaten einen schweren Bombenanschlag gab und die Infrastruktur erneuert werden muss.

Quellen